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21 Skihelme untersucht: Sensationelles Ergebnis

Die gängigen Skihelm-Modelle erfüllen ihre Funktion in Sachen Sicherheit. Das ergab ein Produkttest in Salzburg und Bayern, bei dem 21 verschiedene Helme unter die Lupe genommen wurden.

Lediglich bei zwei gab es Beanstandungen, und auch das nur, weil die Kennzeichnung am Helm mangelhaft war und Angaben in der beiliegenden Info-Broschüre fehlten. Der beste Helm nützt aber nur, wenn er auch getragen wird, und da hapert es: 81 Prozent der Erwachsenen sind immer noch "oben ohne" auf der Piste unterwegs.

Blachfellner: „Sensationelles Ergebnis“

Salzburgs Verbraucherschutz-Landesrat Walter Blachfellner (S) sprach am Dienstag bei einem Pressegespräch von einem "sensationellen Ergebnis". Vor drei Jahren ist der gleiche Test noch ganz anders ausgegangen: 28 der geprüften 54 Modelle wurden beanstandet. "Die Erzeuger und Händler haben auf die ständige Überwachung reagiert." Auch 2008 wurden hauptsächlich mangelnde Angaben beanstandet. So muss beispielsweise das Erzeugungsdatum aufgedruckt sein, weil die Sicherheit des Helms mit dem Alter abnimmt. Nötig sind zudem Informationen über die richtige Verwendung, Pflege und Aufbewahrung.

Erwachsene sind Helmmuffel

Zwei Wermutstropfen machte der Landesrat dennoch aus: Während der Nachwuchs bereits eine große Tragemoral an den Tag lege, seien Erwachsene noch Helmmuffel: Nur 19 Prozent von ihnen schützen auf der Piste ihren Kopf, wie eine Erhebung des Landes in mehreren Skigebieten ergab. Und zweitens fand es Blachfellner bedenklich, dass inzwischen audio-verkabelte Helme auf dem Markt sind. Gerade ungeübtere Wintersportler würden so zu stark abgelenkt, außerdem sei bei höherer Lautstärke von der Umgebung nichts mehr zu hören.

Skitag endet oft beim Arzt

Rund 47.000 Wintersportler haben sich im vergangenen Jahr auf Österreichs Pisten verletzt. 3.900 davon erlitten Verletzungen im Kopfbereich, das sind rund 8,5 Prozent. In Bayern endete für 56.000 Menschen der Skitag beim Arzt, der Anteil an Kopfverletzungen ist annähernd gleich, berichtete der Bayerische Staatssekretär für die Gewerbeaufsicht, Markus Sackmann. Bayern und Salzburg arbeiten in der Marktüberwachung seit Jahren eng zusammen.

Beim Kauf auf CE-Zeichen achten

Und wie erkennt nun der Konsument, dass er sich auf das Produkt verlassen kann? Wichtig ist das Zeichen CE, weil derart gekennzeichnete Helme von unabhängiger Stelle auf ihre Sicherheit überprüft wurden, so Sackmann. Und außerdem sollte er der Europäischen Norm EN 1077 entsprechen, auch diese Kennzeichnung sollte also auf dem Produkt zu finden sein. (APA)
(Quelle: S24)

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