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350 Menschen in Salzburg gehen für Kurden von Afrin auf die Straße

Weltweit wird für die Menschen in Afrin demonstriert - auch in Salzburg. AP Photo/Petros Karadjias
Weltweit wird für die Menschen in Afrin demonstriert - auch in Salzburg.

Um Solidarität mit den Menschen im syrischen Afrin zu zeigen, sind am Mittwoch rund 350 Menschen in der Stadt Salzburg auf die Straße gegangen. Am Samstag soll ein weiterer Protestmarsch folgen.

Das Demokratische Gesellschaftszentrums der KurdInnen in Salzburg will mit den Protestmärschen auf die aktuelle Lage im syrischen Afrin aufmerksam machen. Im zu großen Teilen von Kurden bewohnten Gebiet nördlich von Aleppo ist es bis vor kurzem relativ friedlich zugegangen. „Gestern war Kobane betroffen und wir haben Solidarität gezeigt! Heute ist es die Region Afrin – darunter leiden sowohl syrische Zivilisten als auch andere ethnische Gruppen wie KurdInnen, AlevintInnen JesidInnen“, sagt Nadile Kiran, Obfrau des Demokratischen Gesellschaftszentrums in Salzburg.

Erdogan droht mit Ausweitung von Einsatz in Syrien

Im Norden Syriens steigt derzeit das Risiko einer direkten militärischen Konfrontation zwischen den Nato-Partnern Türkei und USA. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte der von den USA unterstützten syrischen Kurdenmiliz YPG erst am Mittwoch mit einer großflächigen Bekämpfung.

Die syrischen Kurden haben seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs drei autonome Bezirke geschaffen, darunter Afrin an der Grenze zur Türkei. Mit ihrer kürzlichen "Ölzweig"-Offensive in Afrin hat die Türkei eine neue Front im syrischen Bürgerkrieg eröffnet.

Protestmärsche in Salzburg für Menschen in Afrin

Um auf die prekäre Lage für die Menschen in den Kurdengebieten hinzuweisen, marschierten am Mittwochabend rund 350 Demonstranten vom Salzburger Hauptbahnhof bis vor das Schloss Mirabell. Es sei vereinzelt „zu Provokationen von türkischen Staatsbürgern bzw. österreichischen Staatsbürgern mit türkischem Migrationshintergrund gegen die kurdischen Demonstranten“ gekommen, berichtete die Polizei am Donnerstag. Weitere Vorfälle seien keine gemeldet worden.

Ein nächster Marsch ist für Samstag angekündigt. Um 14 Uhr startet der Protest wiederum am Südtiroler Platz. Die Schlusskundgebung soll vor dem türkischen Generalkonsulat in der Strubergasse stattfinden.

(Quelle: S24)

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