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39 neue "Stolpersteine" gegen das Vergessen

In der Stadt Salzburg werden diese Woche wieder Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Diesmal sind die Stolpersteine vor allem Homosexuellen und hingerichteten Deserteuren gewidmet.

Bislang wurden 129 Erinnerungssteine in der Landeshauptstadt verlegt, heuer werden 39 neue Stolpersteine hinzukommen, informiert der Dachverband Salzburger Kulturstätten in einer Aussendung.

"Stolpersteine" erinnern an NS-Opfer in Salzburg

Stolpersteine wollen die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, von Roma und Sinti, von politisch Verfolgten, von Homosexuellen, von Zeugen Jehovas, von Zwangsarbeitern und von Euthanasieopfern im Nationalsozialismus lebendig erhalten. Das Andenken an das Schicksal dieser Menschen erfolgt durch »Pflastersteine« im Ausmaß von 10 x 10 cm aus Messing, die vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnort des Opfers plan in den Boden eingelassen werden.

"Stolperstein" für Adolf Aaron Weiss

Die nationalsozialistischen Machthaber hatten im Jahr 1938 verlautbart, dass Salzburg »judenrein« sei. Tatsächlich lebten unter dem Terrorregime nur wenige Glaubensjuden in Salzburg, darunter Adolf Aaron Weiss, der 70-jährig am 6. November 1944 in Salzburg an Unterernährung starb. Da der jüdische Friedhof in Aigen gesperrt war, durfte der Jude nicht seiner Religion gemäß bestattet werden. Er wurde eingeäschert und auf dem Salzburger Kommunalfriedhof beigesetzt, in der »Gruft der Vergessenen«, damit sein Name für immer ausgelöscht ist.
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.09.2019 um 10:23 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/39-neue-stolpersteine-gegen-das-vergessen-59323606

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