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500 Bankangestellte demonstrieren in der Stadt Salzburg

Am Mittwoch demonstrierten rund 500 Bankangestellte aus Salzburg gegen die Deckelung der Einkommenserhöhungen bei den Kollektivvertragsverhandlungen. Diese würde eine faire Lohnerhöhung verhindern.

Rund 500 Beschäftigte der Salzburger Banken beteiligten sich heute an einer gemeinsamen Protestveranstaltung. Im Rahmen der Kundgebung wurde einstimmig eine Resolution beschlossen, mit der die Arbeitgeberseite aufgefordert wurde in der kommenden Kollektivvertragsverhandlungsrunde am Montag, 31. März, auf eine Deckelung der Einkommenserhöhung zu verzichten und somit einer fairen Reallohnerhöhung für alle zuzustimmen. Außerdem wurden die Arbeitgeber in der Resolution dazu aufgefordert Maßnahmen gegen den ständigen Arbeitsdruck durch Personalabbau zu setzen und ein Bekenntnis zum Erhalt von Arbeitsplätzen abzulegen.

Gute Lage sei Angestellten zu verdanken

Bei der Kundgebung brachten die Betriebsratsvorsitzenden Heinz Leitinger (Sparkasse) und Bernhard Befurt (Raiffeisen) klar zum Ausdruck, dass es nicht zuletzt den Beschäftigten zu verdanken ist, dass die östereichischen Finanzinstitute im Großen und Ganzen gut aufgestellt sind. Branchenkrisen seien nicht durch schlechte Gehaltsabschlüsse zu lösen. Um notwendige Strukturveränderungen der Finanzwirtschaftsbranche zu gestalten, sei es vielmehr höchst an der Zeit im Rahmen eines Sozialpartnergipfels über längerfristige Überlegungen der Arbeitgeber, der Betriebsräte und ihrer Gewerkschaft zu beraten.

Keine Einigung in letzten Runden

Die bisherigen drei Verhandlungsrunden für die etwa 80.000 Beschäftigten des Finanzbereiches brachte keine Einigung. Die Arbeitgeber legten zuletzt ein Angebot von 1,85 Prozent plus 4 Euro versehen mit einer Deckelung von maximal 88 Euro vor, was laut Arbeitnehmern einen Reallohnverlust bedeuten würde. Die Angestellten fordern eine Gehaltserhöhung über der Inflationsrate ohne Deckelung. Die Gehälter bis 3.000 Euro sollen um 2,5 Prozent erhöht werden, darüber liegende Gehaltsbestandteile um 1,9 Prozent.

Weitere Aktionen bis hin zum Streik vorbereitet

Sollte es bei der vierten Verhandlungsrunde am Montag, 31. März, zu keinem Abschluss kommen, sind weitere Protestmaßnahmen geplant. „Anfang der Woche wurden bereits in ganz Österreich gemeinsam mit den Betriebsrätinnen und Betriebsräten die nötigen Vorbereitungen für weitere Aktionen bis hin zum Streik getroffen", so Gerald Forcher, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Salzburg.

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(Quelle: S24)

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