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6.000 Jahre alte Siedlung in der Stadt Salzburg entdeckt

Archäologen des Bundesdenkmalamtes haben in der Stadt Salzburg bei Ausgrabungen auf der Baustelle für die neue S-Bahnhaltestelle "Salzburg-Liefering" Reste einer 6.000 Jahre alten Siedlung entdeckt.

Außerdem konnte erstmals in Salzburg ein "Schwertgrab" aus der Spätbronzezeit freigelegt werden. Insgesamt wurden rund 150 Einzelfunde freigelegt. Die ÖBB planen eine Schautafel an der neuen Haltestelle aufzustellen.

Siedlung ist 6000 Jahre alt

"Die Stadtteile Maxglan und Liefering gelten generell als geschichtsträchtiger Boden. Wir wurden in unserer Vermutung bestätigt, dass diese Gegend als landwirtschaftliche Fläche genutzt wurde. Überraschend waren für uns aber Funde aus einer steinzeitlichen Siedlung, wie zum Beispiel verschiedene Keramikfragmente", erklärte Peter Höglinger, Archäologe des Bundesdenkmalamtes Salzburg, am Montagvormittag bei der Präsentation der Fundstücke. Anhand der Machart konnten die Fundstücke einer steinzeitlichen Kulturgruppe zugeteilt werden - der Münchshofener Kultur. Diese stellten in diesem Raum die frühesten Kupfergeräte her.

Neben Siedlung auch Friedhof aus Spätbronzezeit entdeckt

Außerdem entdeckten die Archäologen eine zweite, bisher völlig unbekannte Fundstelle. Dabei handelte es sich um einen Friedhof aus der Spätbronzezeit, und zwar aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. "Erstmals konnten wir in Salzburg ein sogenanntes Schwertgrab aus dieser Zeit freilegen, das wir auf dem mehr als zwei Kilometer langen Baufeld entdeckt haben. Dabei fanden wir eine Urne mit Spuren menschlicher Überreste. In der Urne befanden sich auch eine Art Trink- und Schöpfgefäß aus Ton sowie ein Schwert aus Bronze. Das Schwert deutet als Statussymbol darauf hin, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann aus der sozialen Oberschicht handelte. Insgesamt konnten wir zwei solcher Gräber freilegen, Brandbestattungen waren in der sogenannten Urnenfelderzeit üblich", so der Archäologe. Was mit den Fundstücken passiert, ist bisher noch nicht gänzlich entschieden. Seitens der ÖBB gibt es Überlegungen eine Schautafel als Hinweis zu den archäologischen Funden direkt an der neuen Haltestelle zu platzieren. "Vielleicht werden die Fundstücke im Salzburg Museum ausgestellt", sagte Höglinger. Die neue Haltestelle der S-Bahn, im Bereich der 6000 Jahre alten Siedlung, soll im Dezember 2013 eröffnet werden. (APA)
(Quelle: S24)

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