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Ärger um neue Radspur in der Aiglhofstraße

Erneut sorgt eine Verkehrsmaßnahme in der Stadt Salzburg für Aufruhr. Die neue Radspur in der Aiglhofstraße stößt nicht nur den Anrainern bitter auf.

In der Aiglhofstraße wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine neue Radspur gezogen. Was Anrainer als erneuten „Schildbürgerstreich“ von Planungsstadtrat Johann Padutsch und Bürgermeister Heinz Schaden bezeichnen, war eine Maßnahme um die Buslinien 4 und 21 in der Eduard-Baumgartner-Straße zu beschleunigen. Das Gesamtkonzept beinhaltet auch die lückenlose Schließung des Radnetzes und die Fußgängersicherheit.

Anrainer verstehen die Welt nicht mehr

Ein Anrainer meldete sich per offenem Brief zu Wort und schildert darin die Befürchtungen der Bewohner in der Aiglhofstraße. Bemängelt werden unter anderem der Wegfall von Parkplätzen in der Aiglhofstraße und die Fahrbahnverengung durch die neue Radspur, die laut Anrainern zu drastischen Staubildungen führen wird. All diese Änderungen seien ohne jegliche Ankündigungen durchgeführt worden, heißt es.

Stadt will Aiglhofstraße sicherer gestalten

Seitens der Stadt versteht man die Aufregung nicht. „Die neue Busspur und alles was damit zusammenhängt, wurde bereits vor Wochen (SALZBURG24 berichtete) per Flugblatt veröffentlicht“, heißt es aus dem Büro von Stadtrat Padutsch, auf Anfrage von SALZBURG24. Insgesamt sollen sämtliche Maßnahmen eine Verbesserung für das öffentliche Verkehrsnetz darstellen und für vermehrte Sicherheit sorgen. Die Parkplätze die der Busspur weichen mussten, werden dafür in der Reichenhallerstraße aufgestockt. Beschwerden seitens der Salzburger Bevölkerung ist man im Büro Padutsch ja bereits gewohnt. Protest kommt jedoch auch von der ÖVP, die massive Verkehrsbehinderungen für den Individualverkehr prophezeien.

Kein Vertrauen in Salzburger Verkehrsplanung

Ob die Radspur tatsächlich Behinderungen mit sich bringen wird, oder das Verkehrskonzept aufgeht, wird sich zeigen. Vielleicht sollte man den Städte- und Verkehrsplanern der Stadt Salzburg auch einmal vertrauen und erst abwarten, anstatt sofort auf die Barrikaden zu steigen. Das wir Österreicher gerne jammern und alles Neue generell ablehnen ist ja hinlänglich bekannt. Aber in letzter Zeit drängt sich vermehrt die Frage auf, ob diese Einstellung ihre Wurzeln vielleicht in Salzburg hat.  
(Quelle: S24)

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