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AK-Analyse: Tanken und Heizen unsagbar teuer

Während die Ölmultis Milliarden-Gewinne machen, werden die Salzburger Autofahrer zur Kasse gebeten. Zwischen März 2011 und März 2012 stieg der Preis für Superbenzin um 10 Prozent, parallel dazu erhöhte die österreichische OMV ihren Gewinn 2011 um 16 Prozent auf umgerechnet 1,4 Milliarden US-Dollar, berichtet die AK Salzburg.

„Ein solches System ist zutiefst ungerecht. Nationale und internationale Wettbewerbsbehörden müssen viel strenger prüfen!“, fordert AK-Päsident Siegfried Pichler.

Öl-Konzerne steigern Gewinne massiv

Die OMV ist, so erhoben AK-Experten, natürlich nicht der Spitzenreiter unter den Öl-Milliardären: ExxonMobil zum Beispiel steigerte von 2010 auf 2011 seine Gewinne um 35 Prozent auf sagenhafte 41,1 Milliarden US-Dollar. „Auf diesen Märkten wird gezockt auf Teufel komm raus und die Autofahrer und die Menschen, die im Winter ihre Wohnungen und Häuser heizen müssen, kommen zum Handkuss!“, kritisiert Pichler.

Tanken wird immer teuerer

Beispiel Treibstoff: Zwischen März 2011 und März 2012 stieg in Salzburg der Durchschnittspreis beim Kauf von 50 Litern für Superbenzin um 10,09 Prozent, jener für Diesel um 8,23 Prozent. „Das heißt der Konsument zahlt für den 50-Liter-Tank Superbenzin im 6,85 Euro, und für Diesel um 5,50 Euro mehr als noch vor einem Jahr!“, errechnete AK-Experte Stefan Göweil. Von der Teuerung am Schlimmsten betroffen sind die Stadt Salzburger, wo die Steigerung 7,55 Euro beziehungsweise 5,75 Euro betrug. Gefolgt vom Pongau mit 7,25 beziehungsweise 5,45 Euro. Am wenigsten bekamen die Flachgauer mit 6,50 beziehungsweise 5,43 Euro die Teuerung zu spüren. Abgesehen von der Teuerung ist die Stadt Salzburg dennoch der günstigste Bezirk im Bundesland Salzburg. Auffallend ist aber, dass die Stadt zunehmend an Boden als günstigster Bezirk verliert. Die Schere zum Landesdurchschnitt wird immer kleiner. „Die gestiegenen Kosten für Treibstoff fressen die Lohnzuwächse sofort wieder auf. Ein Pendler gibt das zusätzliche Geld jeden Monat gleich wieder an der Zapfsäule ab“, kritisiert AK-Präsident Siegfried Pichler.  

Enorme Preissteigerung beim Heimzöl

Der Preis für Heizöl-Extra stieg zwischen Dezember 2011 und März 2012 für einen 1000-Liter-Tank um 5,13 Prozent, für 2000 Liter um 4,80 Prozent und für 3000 Liter um 4,82 Prozent (unterschiedliche Abgabemengen haben verschiedene Preise). Für den Konsumenten bedeutet dies enorme Preissteigerungen: Wer seinen sehr gängigen 3000-Liter-Tank auffüllen lässt bezahlt 305,82 Euro mehr als noch vor rund einem Jahr. Bei einem 2000-Liter-Tank sind 204,16 und bei einem 1000-Liter-Tank 105.15 Euro mehr auf den Tisch zu legen. „Das trifft besonders stark die Salzburger. Denn laut Statistik Austria verwenden in Salzburg rund 30 Prozent der Haushalte Öl als Heizmaterial. Österreichweit liegt der Anteil bei etwa 23 Prozent“, sagt Experte Göweil.
(Quelle: S24)

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