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Alarmstufe Rot: Wie man sich vor der gefährlichen Sonne schützt

Das Sonnenbaden birgt Gefahren. APA/Gindl
Download von www.picturedesk.com am 03.06.2015 (12:43). APA2425046-2 - 11062010 - FUSCHL - ÖSTERREICH: THEMENBILD - Die Schülerinnen (v.l.) Julia, und Viki liegen am Donnerstag, 10. Juni 2010 bei Temperaturen um die 30 Grad am Steg beim Fuschlsee bei Salzburg. APA-FOTO: BARBARA GINDL - 20100610_PD3584

Der Sommer hat diese Woche in Salzburg Einzug gehalten. Während man endlich wieder in die Seen, Freibäder oder zum Chillen an die Salzach strömen kann, lauert aber eine Gefahr. Wer sich nicht vor der Sonne schützt, kann bleibende Schäden davontragen. Vor allem die Augen und unsere Haut sind empfindlich. Wir haben Tipps für euch.

Die Ferien- und Reisesaison kommt in großen Schritten näher und die Flucht in die Sonne ist bereits geplant. Auch wenn diese Aussicht durch nichts und niemanden getrübt werden soll, ruft die Salzburger Landesinnung der Augenoptiker /Optometristen eine wichtige (Reise-)Warnung aus: Vorsicht vor der Sonne! Denn ihre UV-Strahlen sind für den Menschen – insbesondere für Kinder – immens gefährlich und können nicht nur den Urlaub, sondern auch das gesamte weitere Leben gründlich vermiesen, so die Wirtschaftskammer in einer Aussendung. Da ultraviolettes (UV-) Licht sowohl akute Erkrankungen als auch schwerwiegende Langzeitschäden verursacht, ist es dringend notwendig, sich und seine Lieben richtig zu schützen. Mit unseren Tipps seit ihr auf der sicheren Seite.

Sonne: Augen und Haut in Gefahr

In erster Linie sind unsere Augen und unsere Haut gefährdet. UV-Strahlen werden dort absorbiert und bewirken unterschiedliche Veränderungen. Während man seit Kindheitstagen daran gewöhnt ist, seine Haut durch Schatten, Sonnencreme und Kleidung zu schützen, unterschätzt man viel zu oft die Notwendigkeit des richtigen UV-Filters für die Augen. „Unser Sehorgan reagiert im Vergleich zur Haut 20-mal sensibler auf UV-Strahlen. Die Schäden können verheerend sein - von akuten Binde- und Hornhautentzündungen bis hin zu schwerwiegenden chronischen Erkrankungen wie Grauer Star“, warnt Markus Plörer, Salzburger Landesinnungsmeister der Augenoptiker / Optometristen, vor der Vernachlässigung des richtigen Augenschutzes.

UV-Endstation Sonnenbrille

Um herauszufinden, ob die eigene Sonnenbrille im Kampf gegen UV-Strahlen bestehen kann, muss man sich über den UV-Filter der Gläser informieren. Dies führt allerdings schon zu Problemen, da Hersteller dafür mit unterschiedlichen Bezeichnungen aufwarten. Zusätzlich gibt es keine zentrale Stelle, die diese Werte vergibt und so kommt es zu häufigen Fälschungen bei den Angaben, vor allem im Verkauf am Straßenmarkt. Selbst das europäische CE-Zeichen, welches einen 100% UV-Schutz garantiert, lässt tatsächlich noch 78% der UV-Strahlen durch und sieht außerdem keinen Blauschutz vor, der für die Gesundheit der Netzhaut ausschlaggebend ist. Um sicher zu gehen, lohnen sich also der Besuch und die Beratung beim Fachoptiker.

Diese Punkte solltet ihr beachten

  • UV-Lichtschutz: Die Sonnenbrille sollte mindestens UV-Strahlen bis 400nm absorbieren.
  • Blaues Licht: Ein Gelbfilter blockiert das blaue Licht und schützt die Netzhaut besonders an der Stelle des schärfsten Sehens (Makula).
  • Seitenschutz: Seitlich eintretende UV-Strahlen können die Wirkung einer Sonnenbrille erheblich vermindern. Ein Seitenschutz wäre daher ratsam.

Schutz mit Stil

Gerade weil sich die meisten Menschen bei der Auswahl einer Sonnenbrille eher von modischen Trends als von gesundheitlichen Vorzügen leiten lassen, ist es wichtig, an den eigentlichen Zweck dieser Brillen zu erinnern. Doch glücklicherweise ist es keine Entscheidung über „Entweder-Oder“, denn natürlich verschreiben sich auch UV-geprüfte Sonnenbrillen voll und ganz der heutigen Mode. Im Fachhandel erfahren Sie alles Nötige über die Filterwirkung der Gläser, während Sie ebenfalls eine große Auswahl neuester Farben- und Materialtrends vorfinden. Im Sommer 2015 trägt die Damennase bevorzugt rötliche Beeren-Töne, während die Herren zum Metall-Look in Blau greifen.

UV-Index: Schützen helfen

Die individuelle gesundheitliche Belastung für den Menschen durch ultraviolettes Licht hängt hauptsächlich vom eigenen Verhalten ab. Gerade bei Kindern muss der Schutz vor hoher UV-Belastung an oberster Stelle stehen, da sich sowohl die Haut als auch das Auge noch in der Entwicklung befinden und Sonnenschäden deshalb bei jungen Leuten besonders schwerwiegend ausfallen. Um sich und seine Lieben eigenverantwortlich zu schützen, gibt es eine Orientierungshilfe, den UV-Index (UVI).  Dieser ist an sonnigen Tagen oft Teil der Wettervorhersage oder kann ganz einfach im Internet  auf aktuellen Wetter-Seiten abgerufen werden.

  • UVI 1-2: niedrige Belastung - keine Schutzmaßnahmen erforderlich
  • UVI 3-7: mittlere bis hohe Belastung - Sonnenbrille, Kopfbedeckung, möglichst lange Kleidung und Sonnencreme sind zu verwenden
  • UVI 8 und mehr: sehr hohe Belastung – zusätzliche Kleidung von Nöten, so wenig Sonnenkontakt wie möglich, zur Mittagszeit in überdachten Gebäuden bleiben
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 12.04.2021 um 06:56 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/alarmstufe-rot-wie-man-sich-vor-der-gefaehrlichen-sonne-schuetzt-47367556

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