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Alle drei Stunden ereignet sich Wildunfall in Salzburg

Wildunfälle passieren in Salzburg statistisch gesehen alle 3,5 Stunden (Archivbild). APA/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
Wildunfälle passieren in Salzburg statistisch gesehen alle 3,5 Stunden (Archivbild).

2.345 Wildtiere kamen 2016/17 im Straßenverkehr in Salzburg bei 2.300 Unfällen zu Tode. Dies bedeutet, dass sich alle 3,5 Stunden ein Unfall mit einem Wildtier auf Salzburgs Straßen ereignet. In Österreich waren es jährlich mehr als 76.000 Wildunfälle. Dabei kommen aber sehr oft nicht nur die Wildtiere zu Schaden, auch die Fahrzeuginsassen können schwer verletzt werden. 2017 gab es in Folge von Wildunfällen neun Verletzte.

Österreichweit waren es 310. Der Verband, das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und der Dachverband Jagd mahnten in einer Aussendung am Montag zu besonderer Achtsamkeit und in Wildwechselzonen die Geschwindigkeit anzupassen. Eine vom KFV durchgeführte Analyse ergab, dass drei Viertel der Wildunfälle mit Personenschaden auf Landstraßen geschehen, ein Fünftel auf Gemeindestraßen.

Junge Lenker besonders oft in Wildunfälle verwickelt

Zwei Drittel der verunglückten Personen waren im Durchschnitt der vergangenen Jahre männlich, 45 Prozent von ihnen sind Leute im Alter von 15 bis 24 Jahren. "Das ist ein bemerkenswert großer Anteil und lässt sich auf geringere Fahrerfahrung sowie geringere Schutzfunktion z. B. durch ein Moped zurückführen", hieß es in der Aussendung.

"Neben erhöhter Wachsamkeit ist es wichtig, die Fahrgeschwindigkeit entsprechend anzupassen. KFV-Messungen haben gezeigt, dass die Fahrgeschwindigkeit nicht bzw. nur gering um ein bis vier km/h reduziert wird, selbst wenn Wildtiere schon in einem Feld neben der Straße stehen", sagte KFV-Direktor Othmar Thann.

Aus 20 Kilo werden zwei Tonnen

"Die Wucht, mit der ein Rothirsch bei Tempo 60 auf ein Auto aufprallt, entspricht etwa dem Gewicht eines ausgewachsenen Elefanten. Besondere Aufmerksamkeit ist auf Straßen entlang von Waldrändern und vegetationsreichen Feldern geboten. Die meisten Wildunfälle ereignen sich in den frühen Morgen- und späten Abendstunden", wurde Klaus Schachenhofer, Generalsekretär des Dachverbands "Jagd Österreich", in der Aussendung zitiert.

Wildunfall: So solltet ihr handeln

Wenn ein Zusammenstoß mit einem Wildtier unvermeidlich ist, sollte stark gebremst und das Lenkrad festgehalten werden. Wenn der Fahrer richtig reagiert, ist die Verletzungsgefahr für die Autoinsassen geringer. Ein Ausweichmanöver ist nicht zu empfehlen, denn ein solches ist weitaus riskanter als ein Zusammenstoß mit dem Tier. Nach dem Unfall muss die Gefahrenstelle unverzüglich abgesichert und die Exekutive verständigt werden. Die Nichtmeldung eines Sachschadens ist strafbar.

(SALZBURG24/APA)

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