Jetzt Live
Startseite Stadt
Stadt

Almkanal-Welle: Kiosk muss weg

Der lang diskutierte Kiosk an der Almkanal-Welle musste nun endgültig abgebaut werden. Eine Lösung wäre für Betreiber Alexander Haider aber in Sicht.
 

Lange wurde diskutiert über den mobilen Kiosk an der Almkanal-Welle. Der Unternehmer Alexander Haider bekam vor Inbetriebnahme der Welle den Zuschlag für den Boardshop. Seine Auflagen damals, er müsse sich um einen geregelten Ablauf und die Sicherheit der Surfer kümmern. Kurz lief diese Idee auch sehr gut und erfreute sich bei der noch kleinen Surfer-Community in Salzburg großer Beliebtheit. „Der Shop war eine super Einrichtung. Viele Anfänger konnten sich Surf-Zubehör leihen und das gemütliche Zusammensitzen förderte die Gemeinschaft“, erzählt Toninho Dingl, ein begeisterter Surfer im Interview mit SALZBURG24. „Schade drum“, und damit ist Toninho nicht der Einzige, der so denkt. Auch die Vertreter der Anrainer, die Interessensgemeinschaft Gneis, machte sich stark für das Beisammensein von Alt und Jung.

Naturschutzbestimmungen als Schließungsgrund

Der Grund warum Haider seinen Kioskwagen am Freitagvormittag abbauen muss, sind die unüberwindbaren Umweltschutzbestimmungen. Die gepachteten 500 Quadratmeter auf dem er sein Areal errichtete, befindet sich zur Gänze auf Landschaftsschutzgebiet. Allerdings hat das dem jungen Unternehmer vor der Errichtung niemand gesagt. Nun muss Haider bis 31. März alles was er mit seinen Kollegen mit viel Herzblut und Eifer errichtet hat abbauen, sonst drohen ihm Strafen. Doch lässt er sich von seiner Idee, den Surfern und der Jugend etwas zu bieten nicht abbringen. „Ich werde alles daran setzen, die Almkanal-Welle auch in Zukunft zu betreiben und dabei geht es mir nicht ums Geld“, erzählt er energisch im Gespräch mit SALZBURG24. Da dies auf dem bisherigen Gelände aber unmöglich ist,  hat er sich ein von Büschen und Bäumen abgegrenztes Areal unweit der Almkanal-Welle ausgeschaut. „Dort werden wir aber nur starten, nachdem sich die Politik auch zu 100 Prozent einig ist“, gibt sich Haider mittlerweile erfahren genug.

Surfen für die Welle

Am Freitag ab Punkt neun machte sich Haider mit seinen Kollegen auf um die letzten Überreste seines Projekts abzubauen. Dabei haben sich zahlreiche Surfer angekündigt, ihn auf ihre ganz eigene Art zu unterstützen, nämlich surfend! „Wir wollen einfach nochmal ein Zeichen setzen und der Politik zeigen, wie gut unsere Idee funktionieren könnte“, sagte Haider. Im selben Atemzug merkt er aber auch an, dass es sich um keine Veranstaltung handelt. „Es soll lediglich ein Wink an alle sein und zeigen welch positives Feedback wir aus der Community und auch den Anrainern bekommen“. Am Beispiel der Almkanal-Welle kann man sehen wie die Politik einen jungen Unternehmer zum Spielball macht. Alexander Haider bleiben nun ein Minus von investierten 15.000 Euro und die Hoffnung auf ein gutes und versöhnliches Ende. Andernfalls werden seine Visionen und Träume den Almkanal hinunter gespült. (SALZBURG24/Klamminger)
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 21.04.2021 um 11:12 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/almkanal-welle-kiosk-muss-weg-59327071

Kommentare

Mehr zum Thema