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Angriff auf türkisches Generalkonsulat in Salzburg: Hintergründe unklar

Die Polizei sichert das Gebäude nach dem Angriff. FMT-Pictures/MW/Archiv
Die Polizei sichert das Gebäude nach dem Angriff.

Nach dem versuchten Einbruch in das türkische Generalkonsulat in Salzburg in der Nacht auf Montag gab es auch am frühen Nachmittag noch keine konkreten Hinweise auf die Täter und das Motiv. Nach wie vor fehle jedes Anzeichen, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handle, sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber.

Jene Zeugen, die die Polizei alarmierten, hätten keine Parolen oder Äußerungen gehört, die auf einen politischen Hintergrund schließen ließen, so Wolfgruber. Auch seien im Vorfeld keine Drohungen an das Generalkonsulat gerichtet worden. Die Ermittler hoffen, dass sich noch weitere Zeugen melden. Außerdem werde nun versucht, die Videos aus den Überwachungskameras auszuwerten, die von den Täter zerstört wurden.

Burschen flohen aus Einrichtung

Jene drei Burschen, die in der Nähe des Gebäudes festgenommen wurden, hatten auf jeden Fall nichts mit dem gewaltsamen Öffnen des Gittertores zu tun. Die Jugendlichen hätten sich aus einem ganz anderen Grund auffällig verhalten hätten: Zwei von ihnen im Alter von 14 und 17 Jahren seien aus einer Jugendbetreuungseinrichtung geflohen, so der Polizeisprecher.

Angriff auf türkisches Konsulat

Die Tat wurde gegen 23 Uhr verübt. Die Unbekannten brachen ein Gittertor gewaltsam auf und drangen auf das Areal des Generalkonsulates ein, wo sie die Sicherheitskameras zerstörten. Dann schlugen sie eine Scheibe der Eingangstür mit einem Standaschenbecher ein, drangen aber nicht weiter in das Haus ein. Zum Zeitpunkt der Tat dürfte sich niemand im Generalkonsulat aufgehalten haben. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung führt die weiteren Ermittlungen durch.

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