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Arbeitsmarktservice Salzburg unter neuer Führung

Das AMS in Salzburg ist unter neuer Führung. APA/HERBERT NEUBAUER
Das AMS in Salzburg ist unter neuer Führung.

Das Arbeitsmarktservice Salzburg hat mit Jacqueline Beyer eine neue Landesgeschäftsführerin. Unterstützt wird die gebürtige Wienerin von ihrer Stellvertreterin Christa Schweinberger. Die Frauen bilden damit das einzige weibliche Führungsduo einer AMS-Landesorganisation in Österreich. Vorgänger Siegfried Steinlechner ist in den Ruhestand getreten.

In Zeiten, die einerseits von günstiger Konjunktur und Arbeitsmarktentwicklung, andererseits von Herausforderungen wie Sparvorgaben und Migration geprägt sind, gehen die Führungspositionen an erfahrene Arbeitsmarktexpertinnen: Jacqueline Beyer kam 1997 aus Wien zum AMS in der Stadt Salzburg, wo sie nach einigen Jahren zur Abteilungsleiterin im Bereich Beratung Arbeitsuchender avancierte.

Beyer sieht sich als Brückenbauerin

2009 wechselte Beyer als Geschäftsstellenleiterin nach Oberösterreich, wo sie das AMS Gmunden neun Jahre sehr erfolgreich führte. In ihrer neuen Funktion sieht sie sich als Brückenbauerin: „Ich sehe das AMS als Serviceeinrichtung am Arbeitsmarkt, dessen Hauptaufgabe es ist, eine Brücke zu bauen, über die Betriebe und Arbeitskräfte zusammenfinden. Diese Brücke kann je nach Branche und je nach arbeitsmarktpolitischer Entwicklung einmal schmäler und einmal breiter sein, wichtig ist jedoch, dass sie immer Stabilität und Sicherheit für das Bundesland Salzburg bietet“, so die neue Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer. Da der Fachkräftemangel mittlerweile in fast jeder Branche angekommen ist, sei ein wichtiger Baustein für diese Brücke das „Heben von Potenzialen“ sowohl bei Arbeitsuchenden als auch Betrieben mithilfe eines möglichst effizienten Einsatzes des arbeitsmarktpolitischen Instrumentariums.

Schweinberger startete in Zell am See

Auch Christa Schweinberger ist eine Heimkehrerin nach Salzburg kann auf eine lange AMS-Erfahrung zurückblicken. Sie startete ihre Laufbahn 1983 beim AMS Zell am See, wechselte 2004 in die Landesgeschäftsstelle und ging 2012 nach Vorarlberg, wo sie in der dortigen Landesgeschäftsstelle zuerst als Abteilungsleiterin im Service für Arbeitskräfte fungierte und später zur stellvertretenden Landesgeschäftsführerin des AMS Vorarlberg bestellt wurde. Zurück in Salzburg, möchte die AMS-Vizechefin die gute Position des Bundeslandes auf dem österreichischen Arbeitsmarkt sichern und ausbauen.

Salzburg mit niedrigster Arbeitslosenquote

In einer Zwischenbilanz des Salzburger Arbeitsmarktes im ersten Halbjahr hält das Bundesland mit einer Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent den österreichischen Bestwert. Die Arbeitslosigkeit war in diesem Zeitraum um 6,7 Prozent auf 13.922 Personen rückläufig, die unselbständige Beschäftigung ist um 2,3 Prozent auf 258.151 Dienstverhältnisse gestiegen. Deutlich rückläufig war die Arbeitslosigkeit bei jungen Arbeitskräften bis 24 Jahre (-13,6%), aber auch bei den über 50-Jährigen werden mittlerweile stabile Rückgänge (-6,6%) erzielt. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit ist im ersten Halbjahr nicht mehr gestiegen, war in den letzten beiden Monaten sogar rückläufig.

Die gute Konjunkturlage äußert sich unter anderem in der Arbeitskräfteüberlassung mit stark steigender Beschäftigung (+11,0%) und deutlich sinkender Arbeitslosigkeit (-14,3%), aber auch in der Warenproduktion, wo die Beschäftigung mit plus 2,4 Prozent gestiegen und die Arbeitslosigkeit um 8,8 Prozent gesunken ist.

Die guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sollten bis Jahresende ungetrübt bleiben, im nächsten Jahr wird allerdings eine leichte Abschwächung des Konjunkturaufschwungs erwartet. Ein gedämpfter Beschäftigungszuwachs bei anhaltendem Anstieg des Arbeitskräftepotenzials kann zu einem verringerten Abbau der Arbeitslosigkeit führen.

Aufgerufen am 10.12.2018 um 11:24 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/arbeitsmarktservice-salzburg-unter-neuer-fuehrung-58650613

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