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ARGE präsentiert ihr Programm für 2021

Kulturbetrieb feiert 40. Jubiläum

ARGEKultur FMT-Pictures/MW
Bei der ARGEKultur wird mit 2021 noch mehr auf Digitalisierung gesetzt. (ARCHIVBILD)

40 Jahre ARGEKultur in Salzburg: Das ist nicht nur, aber vor allem nach einem Jahr voller Unsicherheiten ein Grund zum Feiern. Mit einem ganzjährigen Programm will man speziell das Jubiläum bespielen, auf Interessierte warten aber auch Veranstaltungen aus dem Vorjahr. Zuschauen kann man vor Ort oder im Stream.

Salzburg

Die ARGEKultur in Salzburg setzt im soeben begonnenen Jahr 2021 auf Digitalisierung und Regionalität. Das wurde am Mittwoch bei der Präsentation des Jahresprogramms im Rahmen eines Pressegesprächs deutlich. In diesem finden sich naturgemäß viele Veranstaltungen, die eigentlich schon im Vorjahr über die Bühne hätten gehen sollen.

 

Algorithmus berechnet Sitzplätze

Corona schlägt sich auch in der Organisation nieder: Die meisten Veranstaltungen werden ab 2021 mit einem eigens dafür entwickelten Algorithmus-basierten und Sitzplatz-genauen Ticketing-System verkauft. Unter Einhaltung aller Auflagen kann die Saalkapazität so auf 200 Sitzplätze erhöht werden. Auch die Möglichkeit, in Zukunft bezahlbares Streaming von Veranstaltungen anzubieten, wurde geschaffen, um im Falle eines neuen Lockdowns besser reagieren zu können.

"Wir haben im November das Open Mind Festival komplett online veranstaltet. Das war eine sehr positive Erfahrung, da wir dadurch auch eine sehr große Reichweite hatten", erklärte ARGE-Geschäftsführer Sebastian Linz vor wenigen Tagen im Gespräch mit SALZBURG24. Das "Open Mind Festival" soll heuer vom 11. bis 20. November wieder vor Ort stattfinden. as diesjährige Motto lautet: "Macht euch verwandt". Dabei soll es um den Menschen und seine verschiedenen Rollen in der Welt gehen.

ARGEKultur,  Sebastian Linz, NEUMAYR
Sebastian Linz ist künstlerischer Geschäftsführer der ARGE.

So geht es Salzburgs Kulturbetrieben

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ARGE arbeitet eigene Geschichte auf

Einen schönen Grund zum Feiern gibt es für die ARGEKultur im Jahr 2021 ebenfalls, denn sie, bzw. ihre Vor-Vorgängerin, die ARGE Rainberg, wird 40 Jahre alt. Die Geschichte soll dafür in verschiedenster Aufarbeitung gewürdigt sowie von einem ganzjährigen Programm begleitet und außerdem eine Publikation unter dem Namen "Don't tell - Show" in Kooperation mit dem Müry Salzmann Verlag veröffentlicht werden. Sieben Autoren und Autorinnen stellen darin Prognosen über die Kulturarbeit in den nächsten 40 Jahren auf.

In den Bereichen Theater, Tanz und Performance setzt die ARGE mit 21 Veranstaltungen vor allem auf Kooperationen mit Salzburger Künstlern, wie beispielsweise im Jänner mit den vier Frauen des kollektiv KOLLINSKI oder im September mit einer Performance von Up.|Lisa Hinterreithner. Teilweise werden auch hier Veranstaltungen online gezeigt.

Gepostet von ARGEkultur Salzburg am Mittwoch, 13. Januar 2021

Einschränkungen treffen Musikbereich weiter hart

Besonders stark von den Einschränkungen ist nach wie vor der Musikbereich betroffen, da unbestuhlte Konzerte bis auf weiteres nicht möglich sind. Dennoch sind viele Konzerte, darunter auch einige Nachholtermine, mit überwiegend österreichischen Musikern geplant. Wie auch in den vorherigen Jahren setzt die ARGE dabei auf eine Mischung aus bekannten Namen wie My Ugly Clementine, Manu Delago oder Blank Manuskript und jungen Künstlern, die vor allem in der Konzertreihe "Roter Salon" vertreten sind.

Kabarett-Programm mit Nachholterminen

Auch im Kabarett-Programm der ARGE konnten einige Nachholtermine untergebracht werden. So können beispielsweise Manuel Rubey, Lisa Eckhart und Sebastian Pufpaff ihre Vorstellungen nachholen. Manche Künstler bringen zusätzlich auch neue Programme mit nach Salzburg, wie etwa das Duo maschek und BlöZinger. Das "MotzArt Festival" wird in diesem Jahr in seine 39. Ausgabe gehen.

(Quelle: APA)

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ARGEKultur,  Sebastian Linz, NEUMAYR
Sebastian Linz ist künstlerischer Geschäftsführer der ARGE.

Die Corona-Krise setzt dieses Jahr besonders der Veranstaltungsbranche zu. Seit März steht der Konzertbetrieb still oder ist nur stark eingeschränkt möglich. Wir haben nachgefragt, wie die aktuelle Situation in den Veranstaltungshäusern ist und welche Learnings aus der Krise gezogen werden.

Das Jahr 2020 war für die Kulturbranche nicht einfach. Es war geprägt von Unsicherheit, Verschiebungen und Absagen. Sich stetig verändernde Hygiene-Vorschriften bedingt durch die Pandemie sorgten für zusätzliche Herausforderungen. Doch das Jahr konnte auch als Chance dienen und hat das Potential, die Veranstaltungsszene nachhaltig zu verändern.

Rockhouse: Live-Sessions im Lockdown

Das Salzburger Rockhouse hat früh auf die Krise reagiert, nutzte den ersten Lockdown zur Neuorientierung und zeigte ab Mitte Mai mit den "Club Sessions" lokale Bands im Livestream. Im Sommer und Herbst setzte das Veranstaltungshaus auf ein ausgeklügeltes Hygienekonzept und konnte so Konzerte mit Sitzplatzzuweisung stattfinden lassen.

Hoffen auf Öffnung im Jänner

Mit dem Lockdown im November kehrte das Rockhouse wieder zu seinen Club Sessions zurück. Nun liegt die Hoffnungen auf ein Aufsperren im neuen Jahr: "Wir sind bemüht und hoffen, dass wir ab 7. Jänner wieder zu der Veranstaltungssituation zurückkehren können, wie wir sie im Herbst hatten", teilt Susanna Kuschnig, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Rockhouse, im Gespräch mit SALZBURG24 mit. Derzeit werde bereits an einem "kleinen aber feinen" Jänner-Programm gearbeitet, außerdem wird der Xtra-Ordinary-Sampler für Mitte Jänner vorbereitet.

ARGE nutzt Krise als Chance

Das Team der ARGEkultur in Salzburg hat die Krise als Chance genutzt: Verschiebungen und neue Terminfindungen beschäftigten auch hier die Organisatoren, die Event-Auszeit wurden aber auch für langfristige Projekte genutzt. So wurde etwa ein neues Ticketing-System angegangen, außerdem setzte das Haus stark auf Online-Veranstaltungen, wie Geschäftsführer Sebastian Linz gegenüber S24 mitteilt.

Online-Events: "Das fängt gerade erst an"

"Wir haben im November das Open Mind Festival komplett online veranstaltet. Das war eine sehr positive Erfahrung, da wir dadurch auch eine sehr große Reichweite hatten", so Linz. Bei der ARGEkultur wollte man nicht einfach einen Livestream in den sozialen Medien ausspielen, sondern bot Tages- und Festivalpässe an. Dabei habe man "enorme Lerneffekte" erzielt. Für Linz ist klar, dass das Online-Angebot auch mit der Pandemie nicht verschwinden wird: "Das fängt gerade erst an."

Das war das OPEN MIND Festival 2020 - Wem gehört die Welt? Danke an alle Speaker*innen, Performer*innen, Autor*innen,...

Gepostet von ARGEkultur Salzburg am Mittwoch, 25. November 2020

Viele Absagen in der Szene Salzburg

Weniger euphorisch ist man bei der Szene Salzburg. Im heurigen Jahr konnten hier rund 85 Prozent der geplanten Veranstaltungen nicht stattfinden. Als größte Herausforderung stellte sich für das Team die fehlende Planungssicherheit dar. Klemens Schuster von der Szene Salzburg ärgert sich zudem darüber, dass offenbar mit zweierlei Maß gemessen wurde: "Während in den Gastgärten und im öffentlichen Raum gefeiert wurde, haben die Kulturorganisationen nur unter strengen Auflagen veranstalten können bzw. an Hygienekonzepten getüftelt, denen aber dann keine Chance auf Durchführung eingeräumt wurde."

Für die Veranstaltungen in der Szene sei Streaming auch nur bedingt geeignet. "Für bestimmte Genres und Projekte ist Streaming sicher eine Möglichkeit, unser Haus mit großer Bühne für Tanz, Theater, Musik lebt vom Live-Erlebnis", gibt Schuster gegenüber SALZBURG24 an.

Kulturbetriebe kommen mit blauem Auge davon

Einig sind sich alle drei Veranstaltungshäuser darin, dass die staatlichen Unterstützungsleistungen großteils funktionieren, wenn auch sie mit großem bürokratischem Aufwand verbunden seien. So käme die ARGEkultur heuer beispielsweise mit einem "sehr hellblauen Auge" davon. Allerdings wird auch darauf verwiesen, dass die Situation für freischaffende Künstler noch weitaus schwieriger darstelle.

Bleibt zu hoffen, dass das Jahr 2021 für die Kulturbranche wieder einfacher wird.

Aufgerufen am 26.07.2021 um 06:39 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/argekultur-praesentiert-programm-fuer-2021-98296759

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