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Asyl in Salzburg: Wie viel Geld wird ausgegeben?

Wir werfen einen Blick auf die Asylkosten in Salzburg für euch. (Themenbild) APA/Hochmuth/Archiv
Wir werfen einen Blick auf die Asylkosten in Salzburg für euch. (Themenbild)

Die Asylkosten im Bundesland Salzburg stiegen in den vergangenen Jahren stark an – allerdings die Einnahmen in diesen Töpfen auch. Daneben gibt es Kosten, die schwer nachzuvollziehen sind. Ein Überblick.

Die Ausgaben für Asylwerber haben sich in den vergangenen Jahren vervierfacht. Wie viel Geld tatsächlich für Asylwerber ausgegeben wird, geht daraus allerdings nicht hervor, denn alle Kosten lassen sich nicht herausrechnen.

65 Millionen Euro für Grundversorgung und Mindestsicherung

2017 wurden im Land Salzburg bisher 65 Millionen Euro für Asylwerber und Asylberechtigte ausgegeben, wie aus einer Anfrage der FPS im Landtag hervorgeht. 2014, und damit vor dem Flüchtlingszustrom 2015, waren es noch 17 Millionen Euro. Die Kosten setzen sich im Wesentlichen aus der Mindestsicherung für Asylberechtigte (18 Mio. Euro) und der Grundversorgung (47 Millionen Euro) zusammen. Im Vorjahr waren die Ausgaben ähnlich hoch. Das Sozialbudget des Landes Salzburg betrug im Vorjahr 404 Millionen Euro, die Ausgaben für Asylwerber und Asylberechtigte hatten also einen Anteil von etwa 15 Prozent an den Gesamtausgaben.

Das Land Salzburg gab nicht nur mehr Geld aus, sondern nahm auch mehr ein. Statt elf Millionen Euro 2014 sind es heuer 33 Millionen Euro. Die Einnahmen kommen von den Gebietskörperschaften, im Bereich der Grundversorgung vom Bund und bei der Mindestsicherung von den Gemeinden. Im Endeffekt bleibt das freilich Steuergeld.

Was in den Asylkosten fehlt

In diesen Kosten ist allerdings nicht alles einberechnet. Indirekte Kosten wie Kinderbetreuung, Schulbesuch oder Kosten für Landespersonal scheinen nicht auf und sind laut Finanzlandesrat Christian Stöckl (ÖVP) auch kaum herauszurechnen. Wie hoch sie sind, lässt sich nicht abschätzen, wie es auf S24-Anfrage aus dem Büro Stöckl heißt.

Was sich weiter einrechnen lässt, sind die Kosten der Integrationsmaßnahmen. Diese gibt das Büro der zuständigen Landesrätin Martina Berthold (Grüne) mit 1,1 Millionen Euro an. Damit werden etwa Deutschkurse oder Kurse zur Vorbereitung für den Arbeitsmarkt finanziert. Diese sind in den Gesamtausgaben zu den 65 Millionen Euro dazuzurechnen.

Die Kosten für Asylberechtigte im Land Salzburg betragen also 65 Millionen plus 1,1 Millionen Euro. Dazu kommt ein nicht genau festgelegter Betrag für Kinderbetreuung, Schulbesuch und Co. Geht man davon aus, dass mit den 66,1 Millionen Euro die Hauptposten abgedeckt sind, machen die Asylausgaben etwa 2,3 Prozent des 2,8 Milliarden Euro starken Haushaltes des Landes Salzburg aus.

Gesamtkosten zwei Milliarden Euro

Die gesamten Ausgaben im Zusammenhang mit Flüchtlingen betrugen im Vorjahr in ganz Österreich zwei Milliarden Euro. Bei diesen wurden von Asylverfahren über Integrationsmaßnahmen und etwa der Botschaftssicherung durch das Bundesheer alles mögliche an Kosten eingerechnet.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 19.07.2019 um 01:31 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/asyl-in-salzburg-wie-viel-geld-wird-ausgegeben-57267268

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