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Sie waren ihrer Zeit voraus

Auf den Spuren bedeutender Salzburgerinnen

Neue Gedenktafeln für außergewöhnliche Frauen

Bei einem Spaziergang durch die Stadt Salzburg stößt man auf die Namen vieler bedeutender Männer, die in der Landeshauptstadt gelebt haben, geboren sind oder tätig waren. Frauen hingegen sind in der Namensgebung von Straßen, Plätzen und Gassen eher selten zu finden. Um bedeutende Frauen der Salzburger Geschichte hervorzuheben, wurde das Projekt „Frauenspuren“ ins Leben gerufen.

Salzburg

Im Rahmen dieses Projektes wurden in den vergangenen 20 Jahren bisher 17 Gedenktafeln an den Geburts- und Wohnhäusern oder Wirkungsstätten bedeutender Frauen in der Landeshauptstadt montiert. Diese Tafeln werden nun durch neue ersetzt und um sechs weitere ergänzt.

Auf den Spuren bedeutender Salzburgerinnen

„Frauenspuren findet man überall, wenn die richtigen Fragen gestellt werden. Die Leistungen und Wirkungen von Frauen im gesellschaftlichen und sozialen Bereich wurden früher nur leider als nicht so bedeutend angesehen, weshalb vieles nicht archiviert wurde“, erklärt die Historikerin und eine der Initiatorinnen des Projektes, Sabine Veits-Falk. Gemeinsam mit der Frauenbeauftragten der Stadt Salzburg, Alexandra Schmidt, hat sie in Archiven gegraben und Nachforschungen zu beeindruckenden und prägenden Salzburgerinnen angestellt.

Von Salzburgs erster Feministin…

Den Beginn machte heute Vormittag die erste Salzburger Frauenrechtlerin, Irma von Troll-Borostyàni (1847-1912). Ihre Tafel hängt an ihrem Geburtshaus in der Griesgasse 4. Die gebürtige Salzburgerin setzte sich für das Wahlrecht und die Bildung von Frauen, sowie für die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Ehe ein.

… zur ersten Frau in einer Führungsposition

Die zweite Tafel wird zu Ehren der Heiligen Erentrudis an den Mauern des Stifts Nonnberg angebracht. Sie war im 8. Jahrhundert die erste Äbtissin des Klosters. „Diese ersten beiden Gedenktafeln zeigen den vielfältigen Bogen der Salzburger Frauengeschichte. Von der ersten Salzburger Feministin zur ersten weiblichen Führungsposition“, so Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ).

Für mehr Weiblichkeit in Straßen- und Platzbezeichnungen

Von den 1.145 Straßen, Plätzen und Gassen in der Stadt Salzburg seien gerade einmal 37 nach Frauen benannt. Um das auszugleichen werden mittlerweile bei Neu- oder Umbenennungen weibliche Namensgeber bevorzugt. Das und unser Projekt hier sind wichtig, um Frauen und ihre Leistungen im öffentlichen Raum sichtbarer zu machen“, betont Veits-Falk.

Frauengeschichte erzählen

Zukünftig wird das Projekt 23 bedeutende und prägende Frauen der Salzburger Geschichte umfassen. Für jede dieser Tafeln müssen Bewilligungen und Zustimmungserklärungen eingeholt werden, erklärt Schmidt. „Ich bedanke mich hier schon jetzt bei allen, die die neuen Tafeln an ihren Häusern ermöglichen. Nach und nach können wir so die Frauengeschichte nach- und weitererzählen.“

(Quelle: SALZBURG24)

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