Jetzt Live
Startseite Stadt
Spektakuläre Bilder

Aufräumarbeiten beim Stadtarchiv haben begonnen

Abtransport des Gerölls nach Felssturz ein Kraftakt

Nach dem Felssturz Ende Jänner in der Glockengasse, der den Lesesaal des Hauses der Stadtgeschichte stark in Mitleidenschaft gezogen hat, sind nun die Aufräumungsarbeiten in vollem Gang. Etwa 60 Tonnen Gestein werden von einem Bagger zerkleinert, verladen und über eine eigens angelegte Rampe aus dem Gebäude gebracht.

Salzburg

„Die Bergputzer haben sehr gut gearbeitet, dass es dennoch zu diesem Felssturz gekommen ist, ist dem Wetter geschuldet. Der Berg wird nun ganz genau angesehen, um jedes Risiko zu minimieren“, so Baustadträtin Martina Berthold zu den umfangreichen Arbeiten. Jörg Eßl, Leiter der Bergputzer, erläutert die tägliche Sicherheitsvorkehrungen: „Wir haben Glasspione aus Fensterglas über den Rissen im Fels angebracht. Sobald sich der Fels bewegt, bekommen diese Risse. Täglich vor Beginn der Aufräumungsarbeiten werden diese Glasspione kontrolliert.“

Sanierung vom Hochbauamt koordiniert

Die Planung und Durchführung der Sanierung wird vom Hochbauamt der Stadt koordiniert, daneben sind Landesgeologe Rainer Braunstingl, die durchführende Baufirma Böckl und natürlich das Stadtarchiv selbst eingebunden. Über den weiteren Betrieb des Lesesaals im Stadtarchiv berichtet Johannes Hofinger: „Der Lesesaal ist derzeit nicht benutzbar und wir können nicht alle unser Angebote online zur Verfügung stellen, gerade bei der Einsicht in umfangreiche Bauakten. Aber in vier bis fünf Wochen soll ein Notbetrieb im Veranstaltungsraum im vorderen Teil des Hauses wieder möglich sein“.

 

(Quelle: SALZBURG24)

Aufräumarbeiten beim Stadtarchiv starten

Aufräumarbeiten beim Stadtarchiv Stadt Salzburg/Wild
Die Aufräumarbeiten beim Stadtarchiv haben begonnen.

Die Vorarbeiten zum Abtransport der rund 60 Tonnen Gestein, die bei einem Felssturz am Samstag vor drei Wochen hinter dem Haus der Stadtgeschichte herabgestürzt waren und die Glasfassade des Gebäudes zertrümmerten (keine Verletzten), haben begonnen.

Voraussichtlich ab Montag werden die massiven Gesteinsbrocken zerkleinert und nach und nach abtransportiert.

Kluft verschlossen, Spione gesetzt

Heute, Mittwoch, haben die Bergputzer im Auftrag des Landesgeologen die betroffene Stelle der Kapuzinerbergwand zusätzlich gesichert. Bergputzermeister Jörg Eßl: „Als Erstes haben wir den kompletten Bewuchs entfernt und eine obenliegende schmale Kluft mit Spezialmörtel verschlossen. Dort kann nun kein Wasser mehr eindringen. Außerdem haben wir rund ein Dutzend ‚Glasspione‘ angebracht.“

Dabei handelt es sich um Streifen aus einfachem Fensterglas, die quer über Spalten platziert und mit Kleber an den Felsen befestigt werden. „Wenn sich da nur irgendwas rührt, bricht das Glas sofort“, sagt Eßl. Die beauftragte Baufirma sei aufgefordert, diese Spione jeden Tag mehrmals in Augenschein zu nehmen und bei Bedarf Alarm zu schlagen. Überdies würden die Bergputzer einmal pro Woche Routineüberprüfungen machen.

Kleiner Bagger gegen große Brocken beim Stadtarchiv

Stichwort Baufirma: Nach längeren Überlegungen wurde vereinbart, dass prinzipiell von innen nach außen gearbeitet wird. Soll heißen, zunächst werden die Glasscherben, kaputten Geräte und kleineren Gesteinsteile aus dem Innenraum entfernt. Dafür wird aktuell eine Holzrampe zum stadtseitig gelegenen Parkplatz des Hauses errichtet. Über diese und durch ein ausgebautes großes Seitenfenster wird das Material entsorgt.

Für die Zerkleinerung der bis zu drei Meter dicken, heruntergebrochenen Gesteinsblöcke wird dann ein kleiner Zwei-Tonnen-Bagger eingesetzt. Mit ihm werden voraussichtlich ab Montag die großen Brocken vorsichtig zerschremmt. Diese Arbeiten dürften mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Aufgerufen am 15.06.2021 um 02:53 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/aufraeumarbeiten-beim-stadtarchiv-haben-begonnen-99819691

Kommentare

Mehr zum Thema