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Aus Salzburger Tobi-Reiser-Adventsingen wird Hirtenadvent

Für den Tobi-Reiser-Preis kam das Aus schon früher. Neumayr/Archiv
Für den Tobi-Reiser-Preis kam das Aus schon früher.

Das Tobi-Reiser-Adventsingen in Salzburg wird nun wegen der nationalsozialistischen Verstrickung des Namensgebers umbenannt und soll künftig Salzburger Hirtenadvent heißen. Ein Gutachten des Historikers Oliver Rathkolb hatte im Vorjahr die Nähe des Volksmusikers zum NS-Regime aufgezeigt. In der Folge beendete das Land Salzburg die Vergabe des nach ihm benannten Volkskultur-Preises.

Tobi Reiser hatte in den Nachkriegsjahren das später über Salzburg hinaus bekannt gewordene Salzburger Adventsingen gegründet. Nach dem Tod von Reisers gleichnamigem Sohn, der die Veranstaltung nach ihm geleitet hatte, kam es vor gut zehn Jahren zu Unstimmigkeiten im Führungsteam, die schließlich zur Spaltung führten.

Tobi-Reiser-Adventsingen entsteht aus Zerwürfnis

Das Tobi-Reiser-Ensemble verließ das Adventsingen im Festspielhaus und startete in der Universitätsaula mit dem Tobi-Reiser-Adventsingen.

Nach der Veröffentlichung des Gutachtens blieb das Adventsingen seinem Namen zunächst treu. Nun änderte der Leiter des Ensembles, Joser Radauer, doch seine Meinung und kündigte bei einer Pressekonferenz am Dienstag die Umbenennung an, berichtete der ORF Salzburg.

Radauer Ensemble spielt Salzburger Hirtenadvent

Auch das Ensemble gibt sich einen neuen Namen und wird künftig "Radauer Ensemble" heißen, weil es völlig neu zusammengesetzt wurde. "Es ist ein Neubeginn jetzt. Der Hirtenadvent ist sehr authentisch - für mich war das ein guter Kompromiss und wirklich ein Zeichen für den Beginn einer neuen Ära", sagte Radauer am Dienstag.

(APA)

(Quelle: S24)

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