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Berufsinfomesse 2011 gestartet!

Die Berufsinformationsmesse 2011 (BIM) wurde am Donnerstag eröffnet. Die beliebte Messe für Schüler und Studenten findet jedes Jahr im Salzburger Messezentrum statt.

Die BIM  ist bereits zum 21. Mal, dieses Jahr gemeinsam mit der Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung (BeSt), die nur alle zwei Jahre stattfindet. Eröffnet wurde die Messe am Donnerstag von Bildungsreferentin und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller.

Salzburg hat zweitniedrigste Arbeitslosenrate

Die generelle Arbeitslosenrate ist mit derzeit fünf Prozent die zweitniedrigste im Bundesländervergleich. "Insgesamt kann sich das Land Salzburg im Vergleich mit den anderen Bundesländern auch im bisher abgelaufenen Jahr 2011 jedenfalls sehen lassen. Die zweitniedrigste Arbeitslosenrate insgesamt, die zweitgeringste Seniorenarbeitslosenrate, die niedrigste Jugendarbeitslosenrate, das günstigste Verhältnis der Zahl offener Lehrstellen je Lehrstellensuchendem und ein weiterhin spürbares Beschäftigungswachstum haben uns in eine sehr gute Position gebracht, die es auch bei zukünftig schwierigeren Rahmenbedingungen zu verteidigen gilt", so die Landeshauptfrau. "Wir haben in Salzburg bei Jugendlichen bis 19 Jahren mit 2,7 Prozent die geringste Arbeitslosenrate im Bundesländervergleich. Die gemeinsam mit dem AMS durchgeführten Maßnahmenpakete zeigen Wirkung. Auch für 2012 gilt meine Devise: Menschen qualifizieren, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft zu verbessern. Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen. Das Land unterstützt junge Menschen, die nur schwer einen Lehrplatz finden, die den Hauptschulabschluss nachholen wollen und nicht verlorengehen dürfen. Wir wollen alle mitnehmen", bekräftigt die Landeshauptfrau.

Mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende

Erfreulich ist, so Burgstaller, dass es in Salzburg mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende gibt. 763 offenen Lehrstellen stehen 261 Lehrstellensuchende gegenüber. Das Land Salzburg unterstützt Maßnahmen, um zusätzliche Ausbildungsplätze für Lehrlinge bereitzustellen. Die vom Land Salzburg mitfinanzierte "Ausbildungsgarantie für Jugendliche" des AMS ermöglicht jungen Menschen, die dennoch keine Lehrstelle finden, eine überbetriebliche Ausbildung und einen Berufsabschluss.

Facharbeitermangel – Lösungen sind gefragt

Positiv sieht die Landeshauptfrau, dass das Thema des Facharbeitermangels auf der diesjährigen BIM bei Diskussionsrunden aufgegriffen wird. "Konkrete Schritte sind schnell einzuleiten", so Burgstaller, "Anfang Dezember habe ich zu einem Lehrlingsgipfel geladen. Wir müssen rasch gemeinsame Maßnahmen setzen, um Lücken zu schließen. Es gibt junge Menschen, die zum Beispiel unzureichend auf die Lehre vorbereitet sind und auch welche, die nur mühsam durch die mittleren und höheren Schulen kommen. Hier müssen wir ansetzen und die Berufsorientierung in allen Schulen deutlich ausbauen. Auf der anderen Seite aber sind auch die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen. Die Zahl der ausbildenden Betriebe ist stark rückläufig. 1992 haben 148 Industriebetriebe Lehrlinge ausgebildet, heute sind es nur mehr 95. Aber auch im Handel ist ein deutlicher Rückgang festzustellen.

Polytechnische Schulen sind wichtiges Sprungbrett in die Lehre

"Die Polytechnischen Schulen stellen die Weichen für die Zukunft der Jugendlichen. Mit den Schwerpunkten Berufsorientierung und Berufsgrundbildung bildet dieser Schultyp am Ende der Pflichtschulzeit für alle Schüler ein zentrales Sprungbrett in ein erfolgreiches Berufs- und Erwerbsleben", so Landeshauptfrau Burgstaller. Die Polytechnischen Schulen im Land Salzburg leisten hervorragende Arbeit. Schüler der Polytechnischen Schulen (PTS) sind gefragte Lehrlinge, und mehr als 80 Prozent aller PTS-Schüler beginnen nach dem Abschluss der Schule eine Lehre.

Rollenklischees entgegenwirken

"Bereits bei der Berufswahl ist es unverzichtbar, die Schüler zu unterstützen und ihnen das breite Spektrum an möglichen Berufen aufzuzeigen. Der Abbau von Rollenklischees und junge Menschen zu ermuntern, auch 'geschlechtsuntypische' Berufe zu wählen, ist Aufgabe der Berufsorientierung an den Schulen. Der Hintergrund dafür ist, dass Mädchen noch immer hauptsächlich die 'typischen' Frauenberufe wie Friseurin, Sekretärin etc. wählen. Es ist daher wichtig, außerhalb von Rollenklischees das Berufsspektrum für Frauen und Männer zu erweitern und das Interesse für chancenreiche Berufe zu wecken", ist Burgstaller überzeugt. Das Land Salzburg fördert daher eine spezielle Berufsinformation für Mädchen und Frauen, frauenfördernde Kriterien für die Personalauswahl, berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung sowie die Durchführung von speziellen Programmen.

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(Quelle: S24)

Aufgerufen am 05.03.2021 um 09:07 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/berufsinfomesse-2011-gestartet-59286346

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