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Betriebsversammlung wird zum Protestmarsch: 1.500 Demonstranten in Salzburg

An die 1.500 Mitarbeiter der Allgemeinen Unfallversichungsanstalt (AUVA), des Unfallkrankenhauses (UKH) Salzburg und der Gebietskrankenkasse (SGGK) versammelten sich am Freitagvormittag in der Stadt Salzburg, um vor dem Gebäude der Arbeiterkammer (AK) in der Markus-Sittikus-Straße eine Betriebsversammlung abzuhalten. Zuerst marschierten sie in einem Protestzug durch die Innenstadt.

Zwei Tage vor der Landtagswahl mobilisierten SPÖ und Gewerkschaft die Teilnehmer. Zur Unterstützung gekommen war auch SPÖ-Chef Christian Kern. Die ÖVP verwies dagegen auf die "Bestandsgarantie" der Regierung für die Unfallkrankenhäuser. Die SPÖ sprach von 2.000 Teilnehmern, laut Polizei waren es deutlich weniger.

Vor dem Unfallkrankenhaus beim Dr.-Franz-Rehrl-Platz startete zunächst der Marsch mit rund 600 Teilnehmern. Am Max-Ott-Platz traf man mit dem zweiten Demozug vom Gebäude der Gebietskrankenkasse kommend zusammen. Rund 1.500 Personen zogen schließlich gemeinsam bis zur Arbeiterkammer. Dort fand eine öffentliche Betriebsversammlung anlässlich der diskutierten Auflösung der AUVA statt. Es sprachen unter anderen der neue AK-Präsident Peter Eder sowie Vertreter der Gewerkschaft, der AUVA, der SGGK, des UKH und der Sozialversicherung.

Stöckl kündigt Bestandsgarantie für UKH an

Der Salzburger SPÖ-Chef Walter Steidl hatte zuletzt gemeint, die von der Regierung angekündigte Einsparung einer halben Mrd. Euro bei der AUVA (mit ihrem Gesamtbudget von 1,5 Mrd. Euro, Anm.) werde der SPÖ im Wahlkampffinale sicher helfen.

Unterdessen kündigte der ressortzuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) in einer Aussendung an, in einem Gespräch in Wien mit Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (beides FPÖ) eine Bestandsgarantie für das Salzburger Unfallkrankenhaus erreicht zu haben. "Einmal mehr haben dabei sowohl der Vizekanzler als auch die Gesundheitsministerin den Fortbestand der Unfallkrankenhäuser und Rehazentren garantiert, wie ihn Landeshauptmann Wilfried Haslauer und ich für Salzburg fordern. Ich bin froh, dass es jetzt auf höchster Ebene noch einmal eine Klarstellung gegeben hat", so Stöckl.

Der Vizekanzler und die Gesundheitsministerin hätten zudem "die geplante Kooperation zwischen den Salzburger Landeskliniken und dem Unfallkrankenhaus als absolut positives Beispiel hervorgehoben".

(S24/APA)

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