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Betrüger in Salzburg

Pensionistinnen Schmuck und Tausende Euro abgenommen

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Hohe Bargeldbeträg forderten die Betrüger von den Pensionistinnen (Symbolbild).

Zwei Frauen in der Stadt Salzburg sind Mitte dieser Woche auf Betrüger hereingefallen, die sich als Polizisten ausgegeben und eine Notlage einer vermeintlichen Angehörigen vorgetäuscht hatten. Eine 86-Jährige übergab einem Unbekannten Schmuck und Bargeld im Wert von rund 35.000 Euro, eine 80-Jährige ebenfalls Schmuck und Bargeld im Wert von rund 60.000 Euro.

Ob es sich um den selben Täter und die selbe kriminelle Organisation handelt, ist laut Polizei noch Gegenstand von Ermittlungen. Die Betrugsmasche war jedenfalls die gleiche. Ein unbekannter Anrufer forderte von den Frauen die Herausgabe von fast 100.000 Euro, um ihren Töchtern eine Haftstrafe nach einem verursachten Verkehrsunfall zu ersparen. Dann tauchte ein Mann an der Wohnadresse der Opfer auf.

Betrüger fordern 35.000 Euro

Im Fall der 86-Jährigen am Mittwochnachmittag hat ein glücklicher Umstand die Frau vor einem noch größeren finanziellen Schaden bewahrt. Nachdem der Unbekannte nach Aushändigung des Bargeldes und des Schmuckes im Gesamtwert von rund 35.000 Euro noch mehr Geld gefordert hatte, fuhren die Pensionistin und der Mann in einem Taxi zu einem Geldinstitut. Auf dem Weg dorthin trafen sie zufällig die Tochter der Frau. Zu einer weiteren Geldübergabe kam es nicht mehr. Für die Salzburgerin war klar, dass der etwa 40-Jährige gelogen hatte. Er machte sich aus dem Staub.

Betrug: Drei weitere Fälle in Salzburg gemeldet

Einen Tag darauf forderte ein Anrufer 80.000 Euro von der 80-jährigen Pensionistin. Im Hintergrund hörte die Frau eine weinerliche, weibliche Stimme. Sie war der Meinung, es handelte sich um ihre Tochter. Sie hob Bargeld ab und übergab dem Unbekannten bei einem vereinbarten Treffpunkt das Geld und auch ihren Schmuck im Gesamtwert von rund 60.000 Euro. Am selben Tag meldeten drei weitere Personen der Polizei in der Stadt Salzburg solche Fälle. Diese blieben aber beim Versuch, weil es zu keinen Geldübergaben gekommen war.

Polizei rät zur Vorsicht

Die Polizei würde niemals bei Angehörigen anrufen und Geld fordern, "geschweige denn kommt sie zu Privatpersonen nach Hause, um Geld oder Wertgegenstände abzuholen", hieß es am Freitag in einer Aussendung der Landespolizeidirektion Salzburg. Anrufe von Unbekannten, die Geld fordern, sollten sofort abgebrochen werden. "Falls Verwandte ins Spiel gebracht werden, kontaktieren Sie diese, um die Echtheit eines vermeintlichen Vorfalls nachzuprüfen." Im Betrugsfall sollte sofort Anzeige erstattet und eine genaue Täterbeschreibung abgegeben werden. Hilfreich für die Ermittlungen sei auch das Notieren der Telefonnummer und des Autokennzeichens.

(APA)

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