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Das „Ü-Ei“ für Männer

"Amis" brauchen Anleitung für Bierkalender

Salzburger Idee wird zu Welterfolg

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Es gibt verschiedene Versionen der Bieradventskalender.

In der Zeit vor Weihnachten gehört der Bieradventskalender bei vielen bereits seit Jahren zur Grundausstattung. Die Idee dafür stammt vom Salzburger Peter Reimann und begeistert inzwischen weltweit. Nur die Amerikaner brauchten noch etwas "Nachhilfe".

Salzburg

Jeden Morgen ein anderes Bier aus dem Kalea-Bieradventskalender ziehen. Mit diesem Ritual beginnen mittlerweile hundertausende Bier-Fans ihre Tage im Advent. Dass die Idee dazu aus Salzburg stammt, wissen allerdings nur Wenige. „Die ursprüngliche Intention war, 24 coole Biere aus Privatbrauereien in ein Paket zu packen“, erinnert sich Kalea-Gründer Peter Reimann an den Start vor zehn Jahren. „Besonders die regionalen Kleinbrauereien machen für die meisten Käufer den größten Reiz aus“, weiß der 42-Jährige im SALZBURG24-Gespräch zu berichten. „In unseren Bieradventskalender kommt kein Bier aus einem großen Konzern“.

„Überraschungs-Ei für Männer“

Im ersten Jahr waren die Kalender nur in Österreich erhältlich. Nach und nach breitete sich die Erfolgsgeschichte über Deutschland nach ganz Europa aus. „Unser Kalender ist so etwas wie das Überraschungs-Ei für Männer“, schmunzelt Reimann. Und dafür gibt es „strenge“ Regeln. „In der Szene ist es absolut verpönt alle Türchen auf einmal zu öffnen und den Inhalt zu verraten“. Für Abwechslung sorgen verschiedene Editionen, die sich die meisten Männer von ihren Frauen schenken lassen würden.

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Kalea-Gründer Peter Reimann mit seinem Bieradventskalender

US-Militär liebt Bieradventskalender

Seit fünf Jahren sind die Bieradventskalender, die alle händisch in Salzburg gepackt werden, auch in Amerika erhältlich. „Die Soldaten einer US-Militärbasis in Deutschland haben die Kalender entdeckt und nach Amerika mitgenommen.“, erzählt Reimann. Daraufhin folgten Anfragen von US-Supermarktketten und dem Militär selbst. Letzteres ist mittlerweile der drittgrößte Abnehmer von Bieradventskalendern. Die Pakete werden dann weltweit auf alle Stützpunkte verteilt.

Amerikaner brauchten Gebrauchsanleitung

Allerdings war den Amerikanern das Konzept eines Adventkalenders bis dahin völlig fremd. „Sie haben es vorher einfach nicht gekannt. Darum mussten wir eine Gebrauchsanleitung dazugeben“, lacht Reimann. Für den US-Markt gibt es eigene Versionen mit Bieren aus deutschen und österreichischen Privatbrauereien, die in Amerika einen hohen Stellenwert haben. Abgefüllt werden die Biere dafür extra in Dosen.

IMG_2841.jpg KALEA
Für Amerikaner wird eine "Bedienungsanleitung" mitgeliefert.

In Salzburg fast ausverkauft

Inzwischen sind die Kalender aus dem Hause Kalea kein Geheimtipp mehr. Man(n) muss schnell sein, um Ende November überhaupt noch einen zu ergattern. „In Salzburg sind die meisten bereits ausverkauft“, weiß der Kalea-Chef, der aber keine Verkaufszahlen nennen will. Aus der ursprünglichen Idee entstand inzwischen sogar eine eigene App, in der die immer wechselnden Kalender-Biere von der Community bewertet und diskutiert werden. Alle Jahre wieder.

(Quelle: SALZBURG24)

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