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Bildungsreform: Land Salzburg verteidigt Bildungsdirektionen

Haslauer kritisiert die Berechnungen der SPÖ. APA/HERBERT NEUBAUER
Haslauer kritisiert die Berechnungen der SPÖ.

Der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) hat die von der SPÖ vorgelegten Berechnungen zur Bildungsreform überprüfen lassen. Die Experten des Landes kritisieren in einem Schreiben, dass der APA vorliegt, die "falschen, unsachlichen und willkürlichen Berechnungen" zu den Plänen der Länder, "Bildungsdirektionen" zu schaffen.

Die Direktionen sollten als Sonderbehörden der Länder für alle Lehrer zuständig sein, und würden laut den Landesexperten auch keine Mehrkosten verursachen.

"Ausdruck der Hilflosigkeit"

Die Berechnungen der SPÖ seien ein "Ausdruck der Hilflosigkeit" und könnten im Detail widerlegt werden. Anstatt der von SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossman angesprochenen Mehrkosten für einen Verländerung von 470 Millionen Euro, kommen die Experten des Landes in ihrer Kalkulation insgesamt auf Einsparungen in der Höhe von 18,9 Millionen Euro. Alleine die Abschaffung der neun Landesschulräte und die damit verbundene Übernahme durch die Schulverwaltung der Länder würden im Bereich Infrastruktur und Personal zehn Millionen Euro einsparen, heißt es in der Kalkulation des Landes.

"Horrozahlen" gezielt berechnet?

Wie diese beiden Berechnungen so auseinanderklaffen können, kann sich ein Sprecher aus dem Büro von Haslauer nur so erklären: Die SPÖ habe mit ihren Berechnungen die Absicht, das vorgeschlagene Modell aus der Debatte zu nehmen. "Sie haben es gezielt so berechnet, dass solche Horrorzahlen herauskommen." Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) war selbst zu keiner Stellungnahme bereit, mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen.

(APA)

(Quelle: S24)

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