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"Braune" Straßennamen: Bürgerliste will vorab Änderung

Vizebürgermeister Bernhard Auinger mit dem Team, das die Biographien der Salzburger Straßennamens-Paten erforscht. Stadt Salzburg/Doris Wild
Vizebürgermeister Bernhard Auinger mit dem Team, das die Biographien der Salzburger Straßennamens-Paten erforscht.

Der Kulturausschuss des Salzburger Gemeinderats diskutierte am Donnerstag einen Zwischenbericht des Stadtarchivs zum Thema Straßennamen nach NS-belasteten Personen. Die Bürgerliste (die Grünen in der Stadt Salzburg) will bereits vorab die Josef-Thorakstraße umbenennen.

Ein Fachbeirat arbeitet die Angelegenheit umfassend auf, das Projekt wird bis zum Jahr 2020 abgeschlossen. Auf Basis einer dann bestehenden Gesamtsicht sollte die Stadtpolitik dann auch über etwaige Umbenennungen von Straßen entscheiden, schlägt die zuständige Kulturabteilung dazu vor.

Bürgerliste will Straße vorab umbenennen

Die Bürgerliste brachte am Donnerstag zu dem Thema einen Zusatzantrag ein, wonach als Zwischenschritt zumindest die Josef-Thorakstraße umbenannt werden sollte. Als neue Namenspatronin für die Straße in Salzburg-Aigen schlägt die Bürgerliste die Salzburger Malerin Helene von Taussig, die 1942 im Ghetto Izbica in Polen ermordet worden war, vor.

Nach 25-jähriger Diskussion zum Thema sollte damit ein erster, sichtbarer Schritt gesetzt werden, argumentierte Bürgerlisten-Klubobmann Helmut Hüttinger. Zu weiteren fraktionsinternen Diskussionen wurde der Akt schließlich zu Klubberatungen zurückgestellt.

"Braune" Straßennamen: FPÖ sieht keine Eile

Die FPÖ in der Stadt Salzburg sieht "in dieser Angelegenheit keine Eile". Klubobmann Andreas Reindl will erst den Bericht des Fachbeirats abwarten. "Für eine linke 'Ho-ruck-Aktion' stehen wir Freiheitliche nicht zur Verfügung. Jetzt gilt es erst einmal abzuwarten", so Reindl in einer Aussendung am Donnerstag.

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