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Bürgermeisterwahl in der Stadt Salzburg: So wollen Preuner und Auinger mobilisieren

Die Stichwahl-Kandidaten Harry Preuner und Bernhard Auinger nach dem ersten Wahldurchgang Sonntagabend im Schloss Mirabell. Neumayr
Die Stichwahl-Kandidaten Harry Preuner und Bernhard Auinger nach dem ersten Wahldurchgang Sonntagabend im Schloss Mirabell.

Rund 1.500 Stimmen liegen nach der ersten Runde der Bürgermeisterwahl in der Stadt Salzburg zwischen den beiden Kandidaten Harry Preuner und Bernhard Auinger. Zwar geht der ÖVP-Kandidat klar als Favorit ins Rennen, doch die Chancen für Auinger stehen besser als gedacht. So wollen Preuner und Auinger noch bis zum 10. Dezember bei den Wählern punkten.

Wer wird am Tag der Stichwahl mehr Wähler mobilisieren können, das wird wohl die entscheidende Frage für die kommenden zwei Wochen Wahlkampf in der Stadt Salzburg sein. Stimmen fischen wollen ÖVP als auch SPÖ in allen Lagern, aber vor allem auch bei den Nichtwählern. Denn immerhin sind am Sonntag nur 43,79 Prozent aller Wahlberechtigten zur Urne geschritten. Die Wahlbeteiligung fiel damit auf den niedrigsten Wert seit der Bürgermeisterdirektwahl im Jahr 1999.

Auinger will bei Jungen punkten

Punkten will Bernhard Auinger in den kommenden Tagen vor allem durch das persönliche Gespräch – „so wie das in den letzten Wochen auch der Fall war“, schildert SPÖ-Sprecher Christian Hacker Montagvormittag im Interview mit SALZBURG24. „Unser Ziel ist es, sowohl unsere Unterstützer noch einmal zur Wahl zu bringen, als auch jene, die nicht gewählt haben“, so Hacker. Vor allem aber wolle man versuchen, die Jungen zu erreichen. So werde Auinger in nächster Zeit vermehrt auf Veranstaltungen anzutreffen sein, wo viele junge Menschen sind, um dort mit ihnen ins Gespräch zu gehen.

Thematisch werde man nichts verändern – die drei großen Themen sind und bleiben Verkehr, Kinderbetreuung und Wohnen. Als größten Unterschied zwischen den beiden Kandidaten bezeichnet Hacker die Dynamik des SPÖ-Kandidaten. „Bernhard will, dass in der Stadt etwas weitergeht. Das heißt, er will Projekte umsetzen und finalisieren.“

Die SPÖ, die das Abschneiden ihres Kandidaten als „Riesenerfolg“ bezeichnet, rechnet auch in der Stichwahl mit guten Chancen. „Es wird sehr eng werden“, meint Hacker und verweist auf den geringen Unterschied von nur rund 1.500 Stimmen im ersten Wahlgang. „Wir sind vorsichtig optimistisch, dass wir am 10. Dezember als Erster über die Linie laufen.“

Preuner setzt auf Erfahrungswerte

Ähnlich sieht das Harald Preuner, der seit dem Rücktritt Heinz Schadens interimistisch die Amtsgeschäfte der Stadt Salzburg führt. Im Gespräch mit SALZBURG24 setzt er auf seine Erfahrungswerte, die er in den Jahren zuvor als Vizebürgermeister in der Stadtpolitik sammeln konnte. Probleme, allen voran das Verkehrsproblem, will er vorrangig gemeinsam mit den Umlandgemeinden und dem Land Salzburg lösen und in den kommenden zwei Wochen „alles dafür tun, dass die Leute zur Wahl gehen“, sagt er am Montag. „Wenn die Wahlbeteiligung tatsächlich weiter sinkt, wie vermutet wird, dann ist das für keinen der beiden Kandidaten gut.“ Daher wolle man nach einem kurzen Durchschnaufen Sonntagabend gleich wieder verstärkt Präsenz auf der Straße zeigen. Preuner vermutet – wie auch Auinger – ein sehr knappes finales Rennen um den Bürgermeistersessel. „Das kann ein Unterschied von 200 bis 300 Stimmen sein, was für den einen gut und für den anderen traurig wäre“, so Preuner abschließend.

(Quelle: S24)

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