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Bürgermeisterwahl: Johann Padutsch steigt für Bürgerliste in Wahlkampf ein

Bürgermeisterkandidat Johann Padutsch (links) und Bürgerliste-Klubobmann Helmut Hüttinger (rechts) stellten die Themen für die anstehende Wahl vor. SALZBURG24
Bürgermeisterkandidat Johann Padutsch (links) und Bürgerliste-Klubobmann Helmut Hüttinger (rechts) stellten die Themen für die anstehende Wahl vor.

Die Bürgerliste (Die Grünen in der Stadt Salzburg) schickt im Kampf um das Bürgermeisteramt Johann Padutsch ins Rennen. Und das, obwohl er selbst damit eigentlich gar nicht mehr gerechnet hatte. Seine Schwerpunkte stellte der 62-Jährige am Freitag bei einem Pressegespräch im Unipark Nonntal in der Stadt Salzburg vor.

"Ich will Bürgermeister werden, weil ich mich der Stadt verpflichtet fühle", mit diesen Worten leitet Johann Padutsch den Wahlkampf ein. Dabei war das anfangs offenbar nicht unbedingt geplant, wie er selbst im Pressegespräch angibt: "Es war in meiner Lebensplanung eigentlich nicht mehr vorgesehen. Ich bin allerdings der bekannteste Export der Bürgerliste, insofern war es keine Frage, dass ich für das Amt kandidiere."

Wohnen, Kinderbetreuung und Verkehr

Punkten will Padutsch bei den Wählern neben seiner Erfahrung - er ist seit 25 Jahren in der Stadtpolitik tätig - vor allem mit den Themen Wohnen, Kinderbetreuung und Verkehr. Dabei will er nach dem Skandal um GSWB-Wohnungen bei der Vergabe für mehr Transparenz sorgen. Für 2017 und 2018 sei zudem geplant, die Weichen für 1.000 weitere Wohnungen in der Stadt Salzburg zu stellen. Für die hohen Kosten bei der Kinderbetreuung, vor allem im Vergleich mit den Umlandgemeinden, will Padutsch die Stadt mehr in die Pflicht nehmen und die Kosten so senken. Außerdem sollen Krabbelgruppen und andere Kinderbetreuungsstätten weiter ausgebaut werden.

Öffis: Johann Padtusch will Stadtregionalbahn

Das Thema Verkehr beschäftigt die Stadt Salzburg spätestens seit dem letzten Jahr. Als Mittel gegen den täglichen Stau sieht Padutsch den öffentlichen Verkehr. Dazu sollen Obus-Linien weiter ausgebaut werden, allerdings sei dies nur zu einem gewissen Grad möglich: "Das Obus-System benötigt bei einer besseren Taktung zu viel Platz, die Busse behindern sich bereits jetzt schon, von dem her wird an einer Stadtregionalbahn kein Weg vorbeiführen", so Padutsch. Einen teuren, unterirdischen Verlauf dieser Bahn will er gemeinsam mit Bund und Land finanzieren.

Themen-Überschneidungen mit der SPÖ

Verkehr, Kundenbetreuung und Wohnungen, mit diesen Themen stieg auch SPÖ-Bürgermeisterkandidat Bernhard Auinger am Montag in den Wahlkampf ein. Dass es also gewisse Schnittmengen mit der SPÖ gibt, stört Padutsch nicht: "Da bin ich nicht unfroh darüber, weil das die Chancen erhöht, dass tatsächlich etwas umgesetzt wird." Auch das Salzburger Modell der direkten Demokratie, das in der Stadt schon öfters angedacht wurde, will Padutsch wieder aus den Schubladen holen.

Bürgerliste: 60.000 Euro Für Wahlkampf

Anders als die SPÖ, die für den laufenden Wahlkampf 200.000 Euro in die Hand nimmt, will die Bürgerliste derzeit rund 60.000 Euro investieren. Wir wollen wirklich einen schlanken Wahlkampf führen, unsere Mittel sind beschänkt“, so Klubobmann Helmut Hüttinger. Gegenwind durch das schlechte Abschneiden der Grünen bei der Nationalratswahl erwartet Patusch übrigens nicht, bei der Bürgermeisterwahl gehe es um Personen, nicht um Parteien. Sollte er heuer zum Bürgermeister gewählt werden, will er auch 2019 bei den Gemeinderatswahlen noch einmal antreten.

(Quelle: S24)

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