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Jugendnotschlafstelle

20 Jahre Exit7 in Salzburg

Mehr als nur ein Bett in Notsituationen

Seit nunmehr 20 Jahren bietet die Caritas mit Exit7 die einzige Jugendnotschlafstelle in Salzburg. In Notsituationen bedeutet das für Zwölf- bis 19-Jährige: einen Schutz- und Rückzugsraum für die Nacht sowie eine Basisversorgung – Essen, ein warmes Bett, eine Dusche und frische Wäsche – zu haben.

Wenn von den Jugendlichen gewünscht, stehen die Mitarbeitenden der Jugendnotschlafstelle in der Siezenheimer Straße zusätzlich für Gespräche zur Verfügung und leiten gemeinsam mit den Jugendlichen die nächsten Schritte in die Wege. Im Rahmen der "4. Österreichischen Tagung niederschwelliger Jugendeinrichtungen" feiert die Caritas den runden Geburtstag von Exit7.

Bedarf im urbanen Raum nimmt zu

"Menschen so anzunehmen, wie sie sind: das ist einer der zentralen Grundsätze der Caritas. In unsere Jugendnotschlafstelle kommen junge Menschen in akuten Not- und Krisensituationen, meist aus zerrütteten Familienverhältnissen und ohne andere Nächtigungsmöglichkeit", erklärt Johannes Dines, Direktor der Caritas Salzburg. "Aufgrund unserer Erfahrungen in der Familienhilfe und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gehen wir davon aus, dass der Bedarf an Hilfe für Jugendliche im urbanen Raum in Zukunft zunehmen wird. Das müssen und wollen wir abfangen."

Finanzierung durch Stadt und Land Salzburg

Die Jugendnotschlafstelle Exit7 wird von Stadt und Land Salzburg finanziert, zusätzlich unterstützen zahlreiche Spender und Spenderinnen jedes Jahr dieses Projekt mit Sach- und Geldspenden. Das freiwillige Engagement – zum Beispiel das Kochen des Abendessens für die im Exit7 untergebrachten Jugendlichen oder das Ausmalen der Räumlichkeiten - sind für Exit 7 wichtige Unterstützungsleistungen.

Knapp 1.500 Jugendliche in 20 Jahren

Seit der Eröffnung der Jugendnotschlafstelle im Jahr 1999 haben knapp 1.500 Jugendliche das niederschwellige Nächtigungsangebot genutzt und verbrachten gesamt mehr als 28.000 Nächte in Exit 7.

Caritas, Exit7 wildbild
Zehn Betten stehen im Exit7 zur Verfügung. Seit der Eröffnung der Jugendnotschlafstelle im Jahr 1999 haben knapp 1.500 Jugendliche das niederschwellige Nächtigungsangebot genutzt und verbrachten dort gesamt mehr als 28.000 Nächte.

Zehn Betten stehen an 365 Tagen pro Jahr von 18 bis 8.30 Uhr zur Verfügung, die Auslastung ist konstant, im Schnitt sind drei bis vier Betten pro Nacht belegt. Niederschwellig bedeutet, dass die Jugendlichen freiwillig kommen und es keinen Betreuungszwang gibt. Die Hausregeln – keine Gewalt, kein Alkohol und keine Drogen – müssen eingehalten werden. Die Notunterbringung ist auf vierzehn Nächte pro Monat begrenzt, kann aber auf Antrag bei der Kinder- und Jugendhilfe verlängert werden.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 21.09.2019 um 01:21 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/caritas-jugendnotschlafstelle-20-jahre-exit7-in-salzburg-76125247

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