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Das Geschäft mit Cannabidiol

Großer Hype trotz CBD-Erlass

Welche Produkte in Salzburg zu kaufen sind

Cannabidiol, CBD, Cannabis, Öl, SB APA/AFP/GEOFFROY VAN DER HASSELT
In der Stadt Salzburg werden in mehreren Shops CBD-Produkte angeboten. (SYMBOLBILD)

Cannabidiol-Produkte (CBD) werden derzeit regelrecht gehyped. Sie sollen angstlösend und entzündungshemmend wirken, im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol (THC) allerdings nicht berauschend. Auch rund um die Stadt Salzburg werden die Cannabis-Produkte in mehreren Shops angeboten.

Salzburg

Verkauft werden vorwiegend Öle. Bei einem CBD-Gehalt von fünf Prozent ist mit knapp 40 Euro für ein Zehn-Milliliter-Fläschchen zu rechnen. Mit dem prozentuellen Gehalt an Cannabidiol steigt auch der Preis rapide. Hersteller gibt es viele.

Große Nachfrage nach Cannabidiol

Die Nachfrage wird jedenfalls immer größer – vor allem auch von Menschen, die sonst nichts mit Hanf zu tun hätten, berichtet ein Shop-Betreiber aus Salzburg gegenüber SALZBURG24. Konkreter äußern will er sich nicht. Die rechtliche Lage rund um CBD scheint zu unsicher. Erst Ende des Vorjahres hatte die damalige Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) einen Erlass herausgegeben. Darin sind ein Verkaufsverbot von CBD-haltigen Lebensmitteln und ein Kosmetika-Verkaufsverbot geregelt. "Aktuell ist CBD nicht als Nahrungsergänzung zugelassen. Wir dürfen es nicht zur Einnahme, sondern nur zur äußeren Anwendung verkaufen", heißt es aus dem CBD-Laden.

 

CBD-Öle und -Blüten erhältlich

Über die Regelung würden auch die potenziellen Konsumentinnen und Konsumenten in den Shops aufgeklärt. "Grundsätzlich beraten wir nicht auf CBD. Im Idealfall kommt der Kunde vorinformiert", sagt der Betreiber allerdings. 

Neben Ölen gibt es noch getrocknete Blüten und CBD in gepresster Form zu kaufen. Diese sind laut Gesetz als Rauchware zu deklarieren. Je nach CBD-Gehalt gibt es hier Unterschiede: Von fünf Prozent an bis hin zu über 20 Prozent. Der THC-Gehalt, also der berauschende Teil der Cannabis-Pflanze, darf allerdings 0,3 Prozent nicht übersteigen. Enthalten die Blüten mehr THC, fallen sie unter das Suchtmittelgesetz. Zwar sind in den Shops auch Hanfblütentees erhältlich. Diese würden heiß aufgegossen jedoch weder CBD noch THC enthalten.

Toxikologe kritisiert fehlende Qualitätskontrolle

Die Qualitätskontrolle der CBD-Produkte sei allerdings in Österreich mangelhaft, kritisierte der Wiener Toxikologe Rainer Schmid, der als Experte auch für International Narcotics Control Board (INCB) der Vereinten Nationen arbeitete, im Vorjahr gegenüber "Der Presse". "Das ist ein Riesenproblem", sagte der Experte. Weder der Gehalt an den (wirksamen?) Inhaltsstoffen noch jener von Pestiziden, Herbiziden etc. ist für den Konsumenten ersichtlich. Und dann gebe es noch eine weitere Gefahr: "Die meisten Produkte wie Tinkturen oder Öle stammen aus groben Hanf-Extrakten, die auch THC enthalten. Obwohl Konsumenten ein CBD-Produkt verwendet hätten, würde dann in Speichel- oder Bluttests THC auftauchen."

(Quelle: SALZBURG24)

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