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Drei Geschäfte betroffen

Wieder Corona-Aufruf für S-Bahn und Europark

Wer war am 5. Oktober im Shoppingcenter?

Corona-Lockerungen: Europark wieder geöffnet FMT-Pictures/MW
Eingekauft werden muss nach den Corona-Lockerungen mit Maske und Abstand. 

Die Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Hallein startet erneut einen offiziellen Corona-Aufruf. Dieser gilt für Personen, die sich am Montag, 5. Oktober, ab 16.07 Uhr in der S3 von Kuchl nach Taxham Europark sowie zwischen 16.50 und 19 Uhr in den Geschäften „Hervis“, „Peek & Cloppenburg“ und „Humanic“ im Europark aufgehalten haben.

Salzburg, Kuchl

Diese Personen sollen ihren Gesundheitszustand beobachten, heißt es in einer Aussendung des Landes Salzburg. Die Notfallpläne der Behörden sehen bei einem großen und nicht eingrenzbaren Kreis der Kontaktpersonen wie in diesem Fall einen vorsorglichen offiziellen Aufruf vor.

Die in Frage kommenden Zeiträume und Orte im Überblick:

  • 5. Oktober 2020, 16.07 bis 16.48 Uhr: Zug S3 von Kuchl nach Taxham Europark
  • 5. Oktober 2020, 16.50 bis 19 Uhr: Geschäfte „Hervis“, „Peek & Cloppenburg“ und „Humanic“, Europastraße 1, 5020 Salzburg

Erst vor wenigen Tagen hatte es für Personen, die im Europark waren, einen offiziellen Corona-Aufruf gegeben. Das Shoppingcenter betont sein Hygienekonzept: Frischluft wird ins gesamte Gebäude geblasen, es besteht Maskenpflicht und eine Hygiene-Offensive (wir haben berichtet).

Corona-Verhaltensregeln Land Salzburg
Die Verhaltensregeln in Zeiten des Coronavirus.

Positives Ergebnis seit Freitag bekannt

Das positive Ergebnis des Tests auf Covid-19 der Person wurde der Gesundheitsbehörde im Tennengau am 9. Oktober gemeldet, die daraufhin sofort mit dem Contact-Tracing begonnen hat.

Bei Husten, Halsschmerzen und Kurzatmigkeit reagieren

Die Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Hallein ruft alle Personen, die sich am besagten Tag in den aufgezählten Orten aufgehalten haben, auf, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten und sich bei Covid-19-Symptomen bei der Hotline 1450 – mit dem Hinweis auf den offiziellen Aufruf – zu melden. Symptome, auf die es besonders zu achten gilt: Trockener Husten, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Verlust des Geruchs- und Geschmacksinnes mit und ohne Fieber.

(Quelle: SALZBURG24)

So kommt es zu offiziellen Corona-Aufrufen

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(SYMBOLBILD)

Wird eine Person positiv auf das Coronavirus getestet, setzt das ein Prozedere in Gang. Mittels Contact Tracing wird versucht, mögliche Kontakte schnell zu finden und abzusondern. Ein Mittel dazu ist der sogenannte „offizielle Aufruf“. Wir haben nachgefragt, in welchen Fällen dieser angewandt wird und wer darüber entscheidet.

Allein in den letzten drei Tagen kam es in Salzburg zu vier offiziellen Aufrufen. Drei davon betreffen die Landeshauptstadt, einer den Flachgau. Am Sonntag wurden Besucher eines Fitnessstudios aufgerufen, in den nächsten Tagen ihren Gesundheitszustand zu beobachten. Am Montag wurde bekannt, dass das auch für jene Menschen gilt, die sich am 11. September in der Sport-OASE-Salzburg Bowling aufgehalten haben. Am heutigen Dienstag schließlich folgten die nächsten beiden Aufrufe: Betroffen ist der Eurospar im Forum 1 und die Buslinie 120 zwischen Hauptbahnhof und Obertrum (Flachgau). Insgesamt gab es im Bundesland seit August 13 solcher Bekanntmachungen, manche Örtlichkeiten waren mehrmals betroffen.

 

Gesundheitsbehörden entscheiden über Aufruf

Ob es zu einem öffentlichen Aufruf kommt oder nicht, das entscheiden die Experten der Gesundheitsbehörde, erklärt Jochen Höfferer vom Informationszentrum der Stadt Salzburg auf Anfrage von SALZBURG24. Diese Entscheidung hängt eng mit dem Contact Tracing zusammen.

Mit dieser Methode versuchen die Behörden Infektionsketten rückzuverfolgen und somit eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Ziel ist, den Infizierten innerhalb von 24 Stunden zu isolieren. In den nächsten 24 Stunden sollen die Kontaktpersonen erhoben werden und nach weiteren 24 Stunden ebenfalls abgesondert sein. Innerhalb von drei Tagen sollte die Infektionskette also bekannt sein. In Salzburg beginnt das Contact Tracing schon vor dem Testergebnis, nämlich bei der Anmeldung zum Covid-19-Test über die Gesundheitsnummer 1450. "Das bedeutet sehr viel mehr Arbeit für die Gesundheitsbehörden", erklärt Franz Wieser, Pressesprecher des Landes Salzburg, im S24-Gespräch. In jeder der fünf Bezirkshauptmannschaften ist deshalb ein Kernteam von bis zu 15 Leuten täglich damit befasst. Treten mehr Fälle oder größere Cluster auf, können in einer Bezirkshauptmannschaft bis zu 50 Menschen beim Contact Tracing helfen.

 

Wenn Kontakte nicht in die Kategorien passen

Als Kontaktperson gilt man, wenn man sich 48 Stunden vor Auftreten der Symptome oder eines positiven Corona-Tests in der Nähe eines Infizierten aufgehalten hat. Diese Menschen werden dann in zwei Kategorien eingeteilt. Die kurze Definition: Wer sich in einem Abstand von weniger als zwei Metern und länger als 15 Minuten in der Nähe der positiv getesteten Person aufgehalten hat, gilt als Kontaktperson der Kategorie Eins. Dauerte der Kontakt weniger als 15 Minuten bei einem Abstand von unter zwei Metern, bedeutet das Kategorie Zwei (eine ausführliche Definition findet ihr hier: PDF: Behördliche Vorgangsweise bei SARS-CoV-2 Kontaktpersonen.pdf ). Lassen sich die Kontakte nicht klar in diese zwei Kategorien einteilen, wird eine Risikoabschätzung gemacht. Und „dann entscheiden unsere Experten immer wieder: Jetzt machen wir einen Aufruf“, schildert Höfferer.

Er betont, dass es sich dabei um eine Präventionsmaßnahme handelt. Wer zum genannten Zeitpunkt am betroffenen Ort war, soll deshalb den eigenen Gesundheitszustand beobachten. Beim Auftreten von Symptomen ist die Gesundheitshotline 1450 zu kontaktieren. Kommt es zu einem Covid-19-Test, dann startet der Prozess wieder von vorne.

Aufgerufen am 01.12.2020 um 07:00 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/corona-aufruf-fuer-s-bahn-und-europark-drei-shops-betroffen-93999955

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