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Am Residenzplatz

Corona-Kritiker protestieren in Mozartstadt

Kundgebung trotz verschärfter Maßnahmen

2020-10-16 09_09_43-87.687.328 (6000×4000).jpg SALZBURG24/Schröcker
Verschiedenste Themen werden bei der Kundgebung am Sonntag in Salzburg thematisiert. (SYMBOLBILD)

Zu einer Corona-Kundgebung ruft ein neugegründeter Verein in der Stadt Salzburg auf: Unter dem Motto "Du bist nicht allein – wir sind viele" sollen sich am Sonntag am Residenzplatz Menschen versammeln und Vorträgen diverser Gegner der Corona-Maßnahmen lauschen.

Salzburg

Kritik an der Maskenpflicht, Lockdown, 5G, dazwischen Gedichte, Musik und Meditation: Äußerst bunt stellt sich das Programm der Kundgebung am Sonntag dar, die von 13 bis 17 Uhr über die Bühne geht. Die Teilnehmer eint dabei wie bei vielen Corona-Demos in anderen Städten, wie etwa Wien oder Graz, eines: Die Kritik an den Covid-19-Maßnahmen der Bundesregierung.

Umstrittener Redner bei Corona-Demo in Salzburg

Unter den Rednern findet sich dabei auch eine umstrittene Persönlichkeit. Der Kärntner Ex-Landespolitiker Martin Rutter (Grüne, BZÖ, Team Kärnten), der zuletzt bei einer Corona-Demo in Wien für Aufregung sorgte, nachdem er am Zerreißen einer Regenbogenfahne beteiligt gewesen sein soll. Das Team Stronach warf Rutter im Jahr 2017 raus, weil er mit rechten Verschwörungstheorien auffiel.

2020-10-14 14_03_45-hkf-sbg.at_crbst_4.html.jpg Screenshot/HKF Salzburg
Das Programm bei der Kundgebung am Sonntag am Salzburger Residenzplatz.

Hanna Feingold sagt Auftritt ab

Für Sonntag erwartet wurde auch Hanna Feingold, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde. Sie sollte laut Programm ursprünglich mit Martin Rutter eine Rede zum "Hinterfragen der Maskenpflicht" halten. Wie Feingold am Mittwoch gegenüber SALZBURG24 mitteilte, sagte sie diesen Auftritt jedoch aufgrund einer Terminkollision ab.

Polizei rechnet mit 500 Teilnehmern

Wie viele Menschen an der Kundgebung teilnehmen werden, das konnten die Veranstalter vom Verein für "Heimatpflege, Kultur und Friedensbewegung (HKF) auf SALZBURG24-Anfrage noch nicht abschätzen. Sie gehen jedoch davon aus, dass der Residenzplatz "gut gefüllt" sein werde. Die Polizei Salzburg hat die Veranstaltung am Donnerstag genehmigt und rechnet mit rund 500 Menschen. Beim Einhalten der geltenden Corona-Maßnahmen setzen die Veranstalter auf Ordner, welche die Vorgaben an die Teilnehmer weitergeben sollen.

Verein setzt auf "Heimatpflege"

Unter dem Begriff Heimatpflege versteht der Verein übrigens laut eigenen Angaben das Erhalten der regionalen Tier- und Pflanzenwelt. Dazu sollen künftig auch Müll-Sammelaktionen abgehalten werden, außerdem soll die Veränderung alter Bräuche durch den Einfluss der Digitalisierung dargestellt werden. Aufgrund der Pandemie liege der Fokus des noch jungen Vereins derzeit aber ganz klar auf den Entwicklungen rund um das Coronavirus.

Eine ähnliche Kundgebung fand bereits Mitte Mai unter dem Motto "Stand Up For Love" in der Stadt Salzburg statt. Damals nahmen rund 200 Menschen teil.

(Quelle: SALZBURG24)

200 Menschen bei "Stand Up for Love"

20200517_fmt_demo_KJ012.JPG FMT-Pictures/KJ
Rund 200 Menschen nahmen an der Kundgebung teil.

Unter dem Titel "Stand Up for Love" versammelten sich am Sonntag rund 200 Menschen bei einer Kundgebung in der Stadt Salzburg. Unterschiedliche Gruppierungen nahmen daran teil.

"Es handelte sich dabei um eine Art Friedensauftritt. Dabei ging es um ein Zusammentreffen von Menschen, die sich nicht konkret gegen etwas stellten", so Polizeipressesprecherin Irene Stauffer gegenüber SALZBURG24. Den Veranstaltern ging es offenbar darum, ein Zeichen für Frieden und Liebe zu setzen. 

Impfgegner marschieren mit Freileitungsgegner

Auf Plakaten waren dementsprechend verschiedene Forderungen zu lesen. Manche traten gegen die Corona-Maßnahmen und für demokratische Grundrechte ein, andere sprachen sich gegen eine Impfpflicht aus. Auch Vertreter der 380-kV-Erdverkabelung mischten sich unter die Teilnehmer.

"Stand Up for Love": Friedliche Kundgebung in Salzburg

Marschiert wurde entlang des Kais zwischen Mozartsteg und Makartsteg, wobei die Strecke zwei Mal gegangen wurde. Laut Stauffer verlief die Kundgebung friedlich.

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