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Wehrle-Diakonissen

Quarantäne-Quartier in Privatklinik eröffnet

Unterbringung für Covid-positive Senioren in Landeshauptstadt

In einen Teil des derzeit leerstehenden Gebäudes der Privatklinik Wehrle-Diakonissen in der Stadt Salzburg werden am Montag die ersten Corona-Infizierten aus Senioreneinrichtungen überstellt, die aufgrund ihres Krankheitsverlaufes nicht ins Krankenhaus müssen.

Salzburg

Mit Stand heute gibt es 156 Corona-positive Bewohner in 24 Einrichtungen. Betrieben wird die Einrichtung vom Roten Kreuz, die Organisation von der Aufnahme bis zur Entlassung liegt in der Hand der Städtischen Senioreneinrichtungen. Soziallandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne): „Die Träger der Häuser und die großen Sozialorganisationen haben es mit großem Engagement geschafft, Personal für das Quarantänequartier zur Verfügung zu stellen.“

Quartier erfüllt alle Voraussetzungen

„Das Gebäude der Privatklinik Wehrle-Diakonissen steht derzeit leer und ist sowohl mit der nötigen Infrastruktur als auch dem Personal ausgestattet, um jene Covid-19-positiven Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenwohnhäusern zu versorgen, die aufgrund des milden Krankheitsverlaufes nicht ins Spital müssen. Viele haben aber andere Erkrankungen, was die Pflege sehr herausfordernd gestaltet“, erklärt Gesundheitslandesrat Christian Stöckl (ÖVP). Manche bestehenden Einrichtungen können auch aufgrund der baulichen Gegebenheiten beziehungsweise aus medizinischen und pflegerischen Gründen keine Isolationsmöglichkeiten bieten.

Covid-Patienten haben besonderen Betreuungsbedarf

Viele Covid-19-positive Senioren, die derzeit noch in Seniorenwohnhäusern betreut werden, haben Grunderkrankungen wie beispielsweise Demenz. „Oft wissen sie gar nicht, dass sie Corona haben und sind auch nicht in der Lage, die behördlichen Auflagen, die damit zusammenhängen, einzuhalten. Die Betreuung dieser Menschen ist sehr herausfordernd, und dafür ist das neue Quartier bestens geeignet und entlastet die anderen Einrichtungen“, unterstreicht Christoph Baumgärtner, Amtsleiter der Städtischen Senioreneinrichtungen. Das Personal ist eigens geschult und wird mit entsprechender Schutzausrüstung und nach den erforderlichen Hygienestandards die Senioren versorgen.

Privatklinik Wehrle Diakonissen hilft aus

Der Geschäftsführer der Privatklinik Wehrle Diakonissen, Werner Fischl, betont, dass es eine Selbstverständlichkeit gewesen sei, den Standort zur Verfügung zu stellen. „Wir haben eine zur Versorgung von Kranken gut geeignete Immobilie, die aufgrund unserer Umbaupläne kurzfristig leer steht. Sie unbürokratisch für diese Zwischennutzung zur Verfügung zu stellen, ist für uns ein Gebot der Stunde.“

(Quelle: SALZBURG24)

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