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Das war das "Jazz and The City"

Die Altstadt ist Bühne. 100 Konzerte in fünf Tagen an 50 spannenden Spielorten verwandelte Salzburg beim "Jazz and The City" in ein Mekka der Musikszene.

Mittwochabend ging es bei Jazz & The City im Stieglkeller mit dem Hypnotic Brass Ensemble los: Ein roher Mix aus Jazz und HipHop, gepaart mit eigenwilligen Straßensounds, das ist der Sound einer der eigensinnigsten Bläser-Combos der USA. Auf den Straßen Chicagos konnte man sie kennenlernen und einen Vorgeschmack genießen. Jetzt spielen die acht Brüder vom Hypnotic Brass Ensemble beim Jazz & The City in der Salzburger Altstadt und lassen nicht nur die Herzen der Jazzfans höher schlagen. Das Konzept war einfach, aber effizient. Die Straße nutzten sie als Marketingplattform und so gingen sie dann auch einige Zeit später mit Stars wie Erykah Badu und Mos Def auf Tour. 2009 spielte das Ensemble auf dem Glastonbury Festival und 2010 im Hyde Park als Vorgruppe von Blur. Ihre durchdringende, aber äußerst melodische Musik ist geprägt von ihrem Vater, der Jazzlegende Phil Cohran und einer Zeit in der Rassismus auf die Musikszene von Chicago starken Einfluss nahm. Zwei Posaunen, vier Trompeten, eine Tuba und ein Flügelhorn zirkulieren zu den dichten Melodien. Ein Schlagzeug, welches meist mit HipHop- Beats begleitet, rundet die eindrucksvollen Stücke kraftvoll ab. Acht eindrucksvolle Brüder, die behaupten, dass Musik der Ort ist an dem sie sich einigen können, darf man auf keinen Fall verpassen. Ihr Album hört sich an wie ein Soundtrack zu einem philosophischen Blaxploitation-Drama. Stücke wie das sich ausdehnende „Jupiter“ oder die Neuinterpretation von „Alyo“ knüpfen an den Geist der Avantgarde an.

Attwenger bei Jazz & The City

Teil zwei des Konzerts dann heimatliche Klänge von Attwenger. "Attwenger - das ist eine Zwei-Mann-Energiewalze, die allein mit Akkordeon, Schlagzeug und Gesang Volksmusik mit Hip-Hop mit Blues mit Punk mit Ernst Jandl versöhnt." (Jonathan Fischer) Markus Binder und Hans-Peter Falkner folgen seit 20 Jahren ihrer eigenen Vorstellung von "Neuer Volksmusik". Elemente traditioneller Mundartmusik werden bei Attwenger mit Einflüssen von Punk bis Hip Hop/Dance mit Hilfe von Feedbacks und Loops zum originären Sound. Sehr wichtig ist dabei auch der Umgang mit dem Wort. Zum einen ist der Sprechgesang im Dialekt gehalten, zum anderen sind die Beiden Meister von Sprachspielereien und nutzen den Klang des Wortes.   "Das GrooveSlangPunkduo Attwenger spielt auf Flux Rock n Roll & Swing, Turbopolka & Speedlandler, Synthie & Geschichten, Brass & Kantri, Dschakkabum und gelgentlich auch langsam" (Markus Binder). Dialekt wird hier, so Binder "nicht vorranging als Transporter von Inhalten verstanden, sondern als Terrain fluxierender Bedeutungen, Stichwort: Verbalisierung des Sounds, Rythmisierung des Denkens". Is eh da Waahnsinn. Oana ged no: "Ohne hian kannst ned denga/ ohne uns kane attwenger/ ohne attwenger waas enger/owa mia bleibm e nu lenga". Danke. Füas Bleibm und de sauguade Scheibm!

Große Namen bei Jazz & The City

Musikbegeisterte konnten sich bei Jazz & The City nicht nur auf ein grandioses und stimmgewaltiges Opening freuen sondern auch auf zahlreiche weitere musikalische Meisterleistungen mit großen Namen wie David Murray, Al di Meola, Mercedes Péon, Maria Kalaniemi, Norma Winstone, Gato Loco und vielen mehr.

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(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.10.2019 um 07:57 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/das-war-das-jazz-and-the-city-59276368

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