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Demo für faire Bezahlung in der Pflege

Die Demo startete am Hauptbahnhof. FMT-Pictures/MW
Die Demo startete am Hauptbahnhof.

Rund 200 Personen haben am Samstag in der Stadt Salzburg für eine bessere Bezahlung in privaten Pflege- und Betreuungsorganisationen wie etwa Volkshilfe oder Hilfswerk demonstriert. Sie forderten eine Angleichung der Entlohnung an das Pflegepersonal im öffentlichen Dienst. Die Kollektivverträge der privaten Pflegeträger müssten endlich vom Land Salzburg anerkannt werden.

"Nach wie vor gibt es keine klaren Zusagen der Landesregierung zur vollen Finanzierung der geltenden Kollektivverträge und der jährlichen Valorisierungen in den Arbeitsfeldern rund um Gesundheit, Pflege, Betreuung und Soziale Dienste", beklagte die Plattform "wir fair-dienen mehr", die den Protestzug organisiert hat. Zwar habe die Landesregierung "erste, zögerliche Schritte zu einer fairen Finanzierung" im Bereich der Pflege gesetzt. In allen anderen Bereichen sei man davon aber noch weit entfernt.

FSG kritisiert Landesrat Schellhorn

"Diese systematische Unterfinanzierung bei privaten Anbietern führt dazu, dass die Beschäftigten Jahr für Jahr unter Druck kommen und Gefahr laufen, selbst krank zu werden, sagte Gerald Forcher, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) in einer Aussendung. Er verwies auf den zuständige Soziallandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne), der angekündigt habe, die weit aufklaffende Lohn- und Gehaltsschere schließen zu wollen. "Er versprach, dass das Land dafür eine Million Euro zur Verfügung stellt. Bis jetzt sind aber nur 500.000 Euro in die Hand gewendet worden", so Forcher.

Schellhorn selbst konnte am Samstag von der APA nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. Die betroffenen Einrichtungen werden zu großen Teilen von der öffentlichen Hand für die Übernahme von sozialen und pflegerischen Leistungen finanziert.

(APA)

Aufgerufen am 13.12.2018 um 11:22 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/demo-fuer-faire-bezahlung-in-der-pflege-60349030

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