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Deutlich weniger Verkehrstote in Salzburg

Im Vorjahr waren zur gleichen Zeit bereits 36 Todesopfer im Straßenverkehr zu beklagen (Symbolbild). Bilderbox
Im Vorjahr waren zur gleichen Zeit bereits 36 Todesopfer im Straßenverkehr zu beklagen (Symbolbild).

Seit Jahresbeginn sind in Salzburg laut Innenministerium 23 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres ist die Zahl der Verkehrstoten um 13 gesunken, macht der VCÖ in einer Aussendung aufmerksam.

Das ist im Bundesländer-Vergleich der stärkste Rückgang. Um die Zahl der Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren, seien laut VCÖ neben verstärkten Kontrollen auch mehr Bahn- und Busverbindungen sowie eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung in den Gemeinden nötig.

Im Vorjahr bereits 36 Todesopfer

Im Vorjahr waren zur gleichen Zeit bereits 36 Todesopfer im Straßenverkehr zu beklagen. Auch im Burgenland und in Wien nahm die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle heuer deutlich ab, während es in Niederösterreich, Steiermark, Tirol und Kärnten mehr Todesopfer gab. In Vorarlberg und Oberösterreich blieb die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle konstant.

Verkehrstote: Vorläufige Daten

  • 1.1. bis 27.9. 2018: 23 Verkehrstote
  • 1.1. bis 30.9. 2017: 36 Verkehrstote
  • 1.1. bis 30.9. 2016: 27 Verkehrstote
  • 1.1. bis 30.9. 2015: 35 Verkehrstote
  • 1.1. bis 30.9. 2014: 19 Verkehrstote

Noch niedriger als heuer war in Salzburg die Zahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten in den ersten neun Monaten des Jahres 2014, informiert der VCÖ. „In der Verkehrssicherheit gibt es nur eine akzeptable Anzahl an Todesopfern und die heißt null. Und diesem Ziel gilt es so nahe wie möglich zu kommen“, tritt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer für weitere Verkehrssicherheitsmaßnahmen ein.

Öffi-Umstieg bringt Sicherheit

Mit dem Ausbau des Öffentlichen Verkehrsnetzes und häufigeren Bahn- und Busverbindungen ist es mehr Personen möglich vom Auto oder Moped auf Bahn oder Bus umzusteigen. Das Unfallrisiko mit dem Auto ist um ein Vielfaches höher als mit der Bahn. „Die Arbeitszeiten werden immer flexibler. Deshalb ist es für die Pendlerinnen und Pendler wichtig, dass es auch außerhalb der klassischen Pendlerzeiten häufigere Verbindungen gibt“, so VCÖ-Sprecher Gratzer.

Fußgängerfreundliche Gemeinden

In den Gemeinden verringert eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung die Zahl der Verkehrsunfälle. Der VCÖ weist darauf hin, dass in den kommenden Jahren die Zahl der älteren Menschen stark steigen wird. Schon heute sind häufig Senioren Opfer von Fußgängerunfällen. „Ältere Menschen können nicht so schnell eine Straße überqueren wie junge. Eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung sorgt dafür, dass es nicht nur ausreichend Gehwege gibt, sondern auch Personen mit Rollator ausreichend Zeit und Platz haben, um eine Straße zu überqueren“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

Aufgerufen am 16.12.2018 um 12:33 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/deutlich-weniger-verkehrstote-in-salzburg-60297259

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