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Die Deutsche Wehrmacht in der Stadt Salzburg

Referierte über Deutsche Wehrmacht in Salzburg: Grazer Historiker Hanno Bayr. AStS / Granigg
Referierte über Deutsche Wehrmacht in Salzburg: Grazer Historiker Hanno Bayr.

Mit Hanno Bayr ging Donnerstagabend, 28. November 2013, die diesjährige Vortragsreihe zum Projekt „Stadt Salzburg im Nationalsozialismus" in der TriBühne Lehen zu Ende. Der Grazer Historiker referierte vor rund 180 BesucherInnen zum Thema „Die deutsche Wehrmacht in der Stadt Salzburg" und präsentierte dem Publikum interessante Fakten.

Obwohl die Nationalsozialisten die Macht bereits übernommen hatte, marschierte die Deutsche Wehrmacht am 12. März 1938 mit überlegenen Truppen demonstrativ in Salzburg ein. Die Verbände des Österreichischen Bundesheeres wurden umgehend in die Deutsche Wehrmacht integriert. Und in der Stadt Salzburg etablierte sich mit dem XVIII. (Gebirgs-) Armeekorps ein höheres militärisches Kommando. Obwohl anfangs gerne gesehen, bedeutete das Militär für die Stadt auf Dauer eine wirtschaftliche Belastung.

Im Stadtbild dominant

Die Wehrmacht dominierte das Erscheinungsbild der Stadt. Ein paar Beispiele: Die Wehrmacht mietete sich in zahlreichen Hotels und Gaststätten ein. Das Hotel de l'Europe und dazu gehörende Grundflächen wurden im November 1938 erworben. Hier wurde das Generalkommando des Wehrkreises XVIII untergebracht. Im Hauptgebäude befanden sich 250 Büro und nochmals so viele in inzwischen errichteten Bürobaracken. Neben dem Ankauf weiterer Häuser und Villen wurden auch Grundstücke erworben, auf denen Wohnungen oder Lager errichtet wurden: Zum Beispiel Wohnungen auf den Aiglhofgründen, an der Eduard-Baumgartner-Straße oder in Nonntal und der große Barackenkomplex des Heeresbekleidungsamtes und des Heeres Nebenzeugamtes an der Kleßheimer Allee.

Mit Kriegsbeginn 1939 führte der Fortfall eines Großteils der männlichen Arbeitskräfte zu einem immer stärker werdenden Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern im öffentlichen und privaten Bereich. Ab dem Jahr 1943 erreichte der Krieg in Form der Bedrohung aus der Luft auch die Stadt Salzburg. Ihre militärische Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt führte zu 15 Bombenangriffen. Zu Kriegsende wurde Salzburg schließlich kampflos amerikanischen Truppen übergeben.

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