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Die Geschichte des Selbstporträts in der Galerie Ropac

Galerist Thaddaeus Ropac. Wildbild/Rohrer
Galerist Thaddaeus Ropac.

Der Salzburger Galerist Thaddeus Ropac lud am Freitag zur Vernissage „An Inner Dialogue, The Contemporary Self-Portrait". Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Ende Mai.

Seit jeher geht von Selbstporträts eine ungeheure Faszination aus, da sie ihre Betrachter den großen Künstlern unmittelbar gegenübertreten lassen. Die Anfänge der Selbstdarstellung reichen 4.000 Jahre zurück, doch erst in der Renaissance, als sich das Selbstverständnis der Kunstschaffenden vom Handwerker zum Künstler wandelte, wurden sie fester Bestandteil im Euvre der Maler - und blieben es bis heute.
Die Geschichte des Bildtypus Selbstporträt lässt sich in thematische Facetten zerlegen, die bestimmten Zeiten zuzuordnen sind: Antike und mittelalterliche Selbstbildnisse etwa verzichten bewusst auf ein physiognomisches Abbild, das später vorausgesetzt wird, um schließlich in der Moderne wieder aufgegeben und dekonstruiert zu werden. In frühen Werken religiösen, mythologischen oder historischen Inhalts findet sich das Antlitz des Malers als Figur in der Menge und gleicht einer bildlichen Signatur. Moralische Eigenschaften, gesellschaftliche Stellung, künstlerische Legitimation, autobiographische Elemente, aber auch unterschiedlichste Gemütszustände werden als Zentrale Anliegen der Schaffenden verbildlicht.

(Wildbild)

 

(Quelle: S24)

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