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Die wichtigsten Infos rund um den EU-Gipfel in Salzburg

Der Mirabellgarten ist während des EU-Gipfels gesperrt. Neumayr/Archiv
Der Mirabellgarten ist während des EU-Gipfels gesperrt.

Wenige Tage vor dem EU-Gipfel laufen in der Stadt Salzburg die Vorbereitungen auf Hochtouren. 1.750 Polizisten sollen für die Sicherheit der 28 Staats- und Regierungschefs, mehr als 850 Soldaten mit zwölf Flächenflugzeugen und zwölf Hubschraubern für Schutz aus der Luft sorgen. Für die Bevölkerung wird es insbesondere am Donnerstag zu Beeinträchtigungen kommen. Wir liefern euch die wichtigsten Infos rund um das große Treffen.

Während sich das offizielle Salzburg über den "unbezahlbaren" touristischen Werbewert und zusätzliche rund 4.000 Übernachtungen - gut eine Promille der über drei Millionen jährlichen Nächtigungen in der Landeshauptstadt - freut, muss sich die oftmals jetzt schon unter den Touristenmassen leidende Bevölkerung auf einige verkehrliche Einschränkungen einstellen.

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EU-Gipfel in Salzburg

Platzverbote an den Hotspots

An den Hotspots werden drei Platzverbote verhängt: Für Mittwochabend der Bereich vor den Festspielhäusern, weil in der Felsenreitschule das gemeinsame Abendessen stattfindet, tags darauf dann der Bereich vor der Kunstuniversität Mozarteum - dem Tagungsort der EU-Spitze - sowie der Mirabellplatz rund um die Andräkirche, wo die Limousinen und TV-Übertragungsfahrzeuge abgestellt werden sollen.

Diese Bereiche werden mit Sperrgittern gesichert, Zutritt gibt es nur für Berechtigte. Darüber hinaus werden mehrere umliegende Straßenzüge für den Verkehr gesperrt. Temporär kommt es zudem zu kurzen Anhaltungen, etwa auf der Strecke vom Flughafen in die Innenstadt, wenn die einzelnen Konvois nach der Ankunft am Airport ins Zentrum fahren, sagte Polizeisprecher Michael Rausch zur APA. Aus Sicherheitsgründen dürfen in den betroffenen Straßen auch keine Fahrzeuge parken, dazu werden Abschleppzonen verordnet. Der Polizeisprecher betonte aber, dass die Ausfahrt aus diesen Bereichen möglich bleibt, nur die Zufahrt ist dann bis zum Ende der Sperre nicht mehr erlaubt.

Der traditionelle Wochenmarkt "Schranne", der jeden Donnerstag rund um die Andräkirche stattfindet, muss ersatzlos ausfallen. Der Grünmarkt, der jeden Mittwoch am Universitätsplatz stattfindet, wird zwar öffnen, allerdings bereits verfrüht um 14.30 Uhr schließen. Der Rupertikirtag rund um den Salzburger Dom kann hingegen normal stattfinden.

Schengen-Abkommen wird ausgesetzt

Außerdem wird zwischen Montag und Freitag das Schengen-Abkommen wegen der Tagung in Sachen Grenzkontrollen ausgesetzt. Ein Grenzübertritt ohne Reisedokument ist nicht möglich.

Der Flughafen Salzburg öffnet für die Ankunft der Gipfelteilnehmer den Terminal 2, der normalerweise nur in den Wintermonaten zur Abwicklung des Urlaubs-Charters benötigt wird. "Dadurch kommt es zu keiner Vermischung zwischen dem politischen Verkehr und dem normalen Reiseverkehr, beide Bereiche werden vollkommen getrennt abgefertigt", so Airport-Sprecher Alexander Klaus. "Das einzige, was die 'normalen' Passagiere spüren könnten, ist während der Zu- oder Abfahrt der Konvois."

Bundesheer sichert Luftraum über Salzburg

Das Bundesheer sichert an diesen Tagen den Luftraum über dem Veranstaltungsort. Dafür wird ein Flugbeschränkungsgebiet über Teilen Salzburgs, Oberösterreichs, der Steiermark, Tirols und der Bundesrepublik Deutschland errichtet. Mehr als 850 Soldaten und 24 Militärflugzeuge sollen vor Gefahren aus der Luft schützen. Details gibt das Bundesheer am kommenden Dienstag bekannt.

Regierungschefs dinieren im Festspielhaus

Für das Arbeitsessen der 28 Staats- und Regierungschefs, EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch öffnet das Land Salzburg den "Tempel der Kunst", so Präsidialchef Hubert Weinberger: Sie dinieren im Festspielhaus in der Felsenreitschule. Anschließend werden die Gäste noch zum Digestiv in die Salzburg-Kulisse im obersten Geschoß des Festspielhauses gebeten werden, um ihnen den Ausblick auf die beleuchtete Festung Hohensalzburg und die Altstadt nicht vorzuenthalten.

Roter Teppich am Mirabellplatz

Vor dem eigentlichen Gipfel am Donnerstag wird der Rote Teppich am Mirabellplatz vor der Villa Kast ausgerollt, dem Sitz der Galerie Ropac. Dort werden Tusk und Bundeskanzler Kurz die Gesprächspartner begrüßen. Ein Teil von ihnen dürfte direkt zu Fuß kommen, weil viele in den Hotels in unmittelbarer Nähe Quartier beziehen. Anschließend geht es weiter in die direkt daneben befindliche Kunstuniversität Mozarteum, und zwar in den Solitär, von wo aus sich erneut ein Blick über die Altstadt auf die Festung sowie über den - gesperrten - Mirabellgarten bietet. Dort werden sich mittags die Teilnehmer auch für das übliche Gruppenfoto formieren.

Zwei Plakate wurden am Sonntag an der Festungsmauer entrollt./Anna Berger Salzburg24
Zwei Plakate wurden am Sonntag an der Festungsmauer entrollt./Anna Berger

Alternativ-Gipfel seit heute in Salzburg

Bereits seit vergangenen Donnerstag läuft in der Stadt Salzburg unter dem Titel ""A better future for all" ein Alternativ-Gipfel, bei dem das Netzwerk "Solidarisches Salzburg" - ein breites Bündnis aus fast drei Dutzend Organisationen und Gruppen - Themen ansprechen will, die in Zukunft entscheidend für die Menschen in Europa sein werden. Am Sonntag sorgten Aktivisten bereits mit einem Banner auf der Festungsmauer für Aufsehen. Angemeldet sind laut Polizei bisher auch drei Kundgebungen, darunter eine Demonstration am Donnerstag vom Bahnhof in den Volksgarten, für den die Veranstalter rund 1.000 Teilnehmer erwarten.

(APA/S24)

Aufgerufen am 17.11.2018 um 03:31 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/die-wichtigsten-infos-rund-um-den-eu-gipfel-in-salzburg-60190789

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