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Diese Tiere finden sich nachts in heimischen Gärten

Diese Steinmarder tummeln sich nachts in einem Garten. Gertrude Hauber
Diese Steinmarder tummeln sich nachts in einem Garten.

Schätzungsweise 600 Tierarten leben in Städten und Siedlungen in Österreich. Um diese genauer zu bestimmen suchen der Naturschutzbund und die Wirtschaftskammer "Night Watcher", die das nächtliche Treiben in ihren Gärten fotografisch dokumentieren und zur Analyse hochladen. So könnt ihr mitmachen.

Auf den ersten Blick scheinen Städte nicht sehr einladend für Tiere zu sein: Beton, wenig Grünflächen und vor allem viel Verkehr. Doch immer mehr Tiere zieht es in die Betonwüsten. In den letzten Jahren wurden in mitteleuropäischen Städten bis zu 600 verschiedene Tierarten gesichtet. Da es in Österreich noch keine genauen Beobachtungen dazu gibt, sind nun Gartenbesitzer zur Mithilfe aufgerufen. Gesucht sind Bilder von nachtaktiven Säugetieren.

Bilder werden von Biologen analysiert

"Dazu brauchen Teilnehmer eine Wildtierkamera. Die Fotos lädt man dann nach einer kurzen Anmeldung auf unserer Plattform hoch. Wir haben dort Experten mit an Bord, die die Tiere bestimmen", erklärt Dagmar Beschar vom Naturschutzbund gegenüber S24. Wer das Tier auf seinem Bild erkennt, kann es auch gleich selbst dazuschreiben. Alle hochgeladenen Bilder werden aber nochmals von Biologen kontrolliert und verifiziert.

Welche Tiere sind nachts unterwegs?

Bisher wurden viele Bilder von Füchsen, Igeln, Mardern und Dachsen hochgeladen. Wer Obstbäume im Garten hat, könnte sogar einen Siebenschläfer vor die Linse bekommen. "Die naschen gerne am Fallobst", weiß Beschar. Mit diesen Tieren haben die Initiatoren auch gerechnet. Spannend wird es, wenn unerwartete Gäste nachts im Garten herumstreifen, wie etwa Waschbären.

Tiere verlegen Aktivität in Nachtstunden

Neben der Artenbestimmungen geben die Bilder aber auch Auskunft über das nächtliche Verhalten der Tiere. So lasse sich bereits beobachten, dass immer mehr tagaktive Tiere in Städten eher nachts oder in der Dämmerung unterwegs seien: "Für die Tiere ist das gefährlich, denn sie sind nicht auf die Nacht ausgelegt. Hier sehen wir, wie sehr der Mensch den Rhythmus der Tiere beeinflusst", schildert Breschar.

Mit Futter Tiere vor die Kamera locken

Die Wildtierkamera positioniert man im eigenen Garten am besten etwas erhöht, damit keine Grashalme oder andere Pflanzen die Linse verdecken. Ideal ist ein Ort, an dem man schon Spuren von Tieren gefunden hat oder in der Nähe von Futterquellen, zum Beispiel Obstbäumen oder -sträuchern. "Mit geeignetem Futter kann man die Tiere natürlich auch vor die Kamera locken", rät die Expertin.

Die Mühen der "Night Watcher" werden außerdem belohnt. Wer bis Ende des Jahres sein Bild hochlädt, kann an der Verlosung von Sachpreisen teilnehmen. Die besten Bilder werden in den Medien des Naturschutzbundes und des Fotofachhandels veröffentlicht.

(Quelle: S24)

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