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Drei Tonnen Stimmzettel: Lungauer Firma stellt Wahlgang sicher

Eine Lungauer Firma war dieser Tage mit einem besonderen Auftrag beschäftigt: Die Mitarbeiter verarbeiteten drei Tonnen Papier zu 480.000 Stimmzetteln. Hier lest ihr, warum es mehr Stimmzettel als Wahlberechtigte gibt und wie die Zettel den Weg zum Wähler finden.

Bei der Firma Samson Druck in St. Margarethen im Lungau liefen die vergangen drei Tage die Maschinen auf Hochtouren. Mit knapp drei Tonnen Papier wurden insgesamt 480.000 Stimmzettel für die Landtagswahl gedruckt, geschnitten, gefalzt und verpackt, berichtete das Land Salzburg in einer Aussendung. "Aufgrund des kurzen Produktionszeitraumes ist nicht nur der Druckvorgang an sich eine riesengroße Herausforderung, sondern auch die Logistik rundherum, damit die Stimmzettel dann auch richtig verteilt werden", so Geschäftsführer Gerhard Aichhorn.

„Wenn Fehler passieren, kann die Wahl nicht stattfinden“

Für rund zehn Mitarbeiter von insgesamt 110 hatte der drei Tonnen schwere Druckauftrag in den vergangenen Tagen höchste Priorität. Eine große Verantwortung auch für den Firmenchef: "Wenn Fehler passieren oder die Stimmzettel nicht rechtzeitig zugestellt werden, kann die Wahl nicht stattfinden", weiß Gerhard Aichhorn. Mitarbeiter Georg Hinterberger bedient die Schneidemaschine, wo die großen Papierbogen mit viel Fingerspitzengefühl auf A4 zugeschnitten werden: "Für uns ist das eine große Ehre, auf diese Weise bei der Wahl mitwirken zu können. Wir arbeiten sehr gewissenhaft, weil alles auf den Zehntel Millimeter genau passen muss."

Stimmzettel: Papier und Druck sind umweltfreundlich

Bei den Stimmzetteln spielt auch der Umweltaspekt eine große Rolle. "Wir verwenden für diesen Auftrag ausschließlich PEFC-Papier, das aus nachwachsenden Rohstoffen produziert wird. Auch unsere Druckfarben beinhalten keinerlei Giftstoffe und sind biologisch abbaubar", erklärt Aichhorn.

Reise von Druckerei über Bezirkshauptmannschaft zum Wähler

Druckfrisch gehen die Stimmzettel heute an die jeweiligen fünf Bezirkshauptmannschaften sowie die Landeshauptstadt, wo sie auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft werden. "In weiterer Folge werden sie beispielsweise bei uns im Lungau für die 15 Gemeinden verpackt und in einem versperrten Raum gelagert, bis sie dann von ihnen abgeholt werden", erklärt Bezirkswahlleiterin Michaela Rohrmoser. Die Gemeinden wiederum teilen diese auf die Wahlbehörden sowie die einzelnen Sprengelwahlbehörden auf.

480.000 Stimmzettel für 390.000 Wahlberechtigte

Für 390.000 Wahlberechtigte gibt es insgesamt 480.000 Stimmzettel. "Weil wir 20 Prozent Reserve-Stimmzettel mit drucken, also 15 Prozent für die Gemeinden und fünf Prozent für die Bezirkswahlbehörde, damit wir für alle Fälle gerüstet sind", sagt Rohrmoser abschließend.

 

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