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Ehemaliges Cafe „Glockenspiel“ eröffnet wieder

Im ehemaligen Cafe Glockenspiel sollen am Juni wieder Kaffee und Kuchen serviert werden Neumayr
Im ehemaligen Cafe Glockenspiel sollen am Juni wieder Kaffee und Kuchen serviert werden

Ab Juni soll in die Räumlichkeiten des ehemaligen Cafe „Glockenspiel" wieder Leben einkehren. Geplant sind ein klassisches Cafe und ein Museum im Obergeschoss. Das Gebäude steht seit 15 Monaten leer.

Das seit 15 Monaten verwaiste Gebäude des ehemaligen Cafes "Glockenspiel" in der Salzburger Altstadt bleibt zu Ostern noch geschlossen. Doch im Juni, rechtzeitig vor der Sommerfestspielsaison, soll in dem Traditionshaus wieder Kaffee und Kuchen serviert werden. Ein Pächter wird allerdings noch gesucht. Im November ist die Eröffnung des "Salzburger Weihnachtsmuseums" im Obergeschoss geplant.

Ehemaliges Cafe „Glockenspiel" wurde saniert

Nachdem ATV-Eigentümer Herbert Kloiber das Haus im Herbst 2012 vom Versicherungskonzern Uniqa gekauft hatte, schloss der Gastronom Stefan Brandtner Ende 2012 sein dort betriebenes Restaurant "Brandtner & und seine Leut'". Danach wurden die Räumlichkeiten umfassend saniert, die Elektrik und die Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht. Die Adaptionen müssen die Auflagen des Veranstaltungsgesetzes erfüllen, da auch ein Museum einzieht. "Die Außenfassade bleibt im Wesentlichen gleich", hieß es aus dem Magistrat Salzburg auf Anfrage der APA.

„Klassisches Cafe"

Die Restaurantküche wurde inzwischen entfernt. Im Erdgeschoß wird ein "gemütliches, klassisches Cafe" mit Snack-Angebot eingerichtet und linkerhand, an der Ecke Mozartplatz/Residenzplatz, "ein Souvenirshop", wie der Projektplaner der APA schilderte. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der geplante Termin für die Wiedereröffnung hält. Ebenfalls revitalisiert wird der Schanigarten und der Balkon. Den Namen des Kaffeehauses soll der zukünftige Pächter in Übereinkunft mit Frau Kloiber bestimmen.

Weihnachtsmuseum im Obergeschoss

Das Weihnachtsmuseum thematisiert die Adventzeit bis Neujahr. Es werden Exponate aus den Jahren 1848 bis 1940 ausgestellt: Adventkalender, Krampus- und Nikolausfiguren, Weihnachtskugeln, Schmuck der Wiener Werkstätte, Postkarten und alte Marktstände - um einige Beispiele zu nennen. Die europäische Sammlung zählt mehr als 1.000 Objekte. Wie viel der Eintritt ins Museum kostet, steht offenbar noch nicht fest.

Do&Co warf das Handtuch wegen Miete

Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) hat mit dem Weihnachtsmuseum keine große Freude. Ihm wäre "eine gastronomische Einheit" lieber gewesen, wie er zur APA sagte. 1925 wurde das "Cafe Glockenspiel" erstmals eröffnet. Seither war es bei Einheimischen wie Touristen sehr beliebt. Do&Co-Chef Attila Dogudan versuchte dort einige Jahre sein Glück: Er führte den Betrieb von Ende 2005 bis Ende März 2012 unter dem Namen "Demel", warf dann allerdings "wegen zu hoher Mietkosten" das Handtuch. (APA).

(Quelle: S24)

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