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Falstaff Voting

Alpz Café zur besten Eisdiele Salzburgs gekürt

"Alle Sorten zu probieren hat noch niemand geschafft"

Mit den ersten Corona-Lockerungen Mitte Mai hat in der Stadt Salzburg eine neue Eisdiele aufgemacht. Das Alpz Café wird von einem Meister geführt: Zwei Mal wurden die Kreationen von Celal Karaarslan zum besten Eis Österreichs gekürt. Nun wurde der Pinzgauer wieder ausgezeichnet und erzählt, was das Eismachen so besonders macht.

Salzburg

Im Alpz Café in der Linzergasse ist an diesem sonnigen Mittwochvormittag schon einiges los. Wir treffen Celal und seine Frau Kirsten hinter der Eisvitrine an. Täglich stehen die beiden selbst in ihrer Eisdiele und versorgen Eishungrige mit kugelweise Gefrorenem. Erst seit Mitte Mai machen sie das in der Stadt Salzburg, zuvor haben sie ihr selbstgemachtes Eis ausschließlich in Zell am See (Pinzgau) verkauft. Und genau das wurde nun wieder ausgezeichnet: Kundinnen und Kunden haben im Falstaff-Voting die Eisdiele der Karaarslans zur besten in ganz Salzburg gewählt.

 

Eröffnung kurz nach Corona-Lockdown

"Wir waren das erste Mal bei dem Voting dabei und dann gleich Erster zu werden, das ist schon super", erzählt Kirsten im Gespräch mit SALZBURG24. Celal setzt sich indessen hohe Ziele: "Nächstes Jahr wollen wir zur besten Eisdiele Österreichs gewählt werden."

Die Eröffnung in der Landeshauptstadt hätte eigentlich schon im März erfolgen sollen. Doch Covid-19 kam bekanntlich dazwischen. Damit sich die Türen am 15. Mai trotzdem öffnen konnten, hat das Ehepaar viel selbst gemacht. Da tauschte der Eismacher den Portionierlöffel gegen das Stemmeisen aus. Aber auch die Lieferanten aus Italien – dort wurden die Möbel gefertigt – hätten "viel Risiko" auf sich genommen, damit die Ware ankommt.

 

Tageweise neue Sorten im Alpz Café

Das Eis wird in Zell am See täglich frisch produziert und dann in die Landeshauptstadt gefahren. Von Massenproduktion hält der Eismeister nichts. "Es muss einfach frisch sein." Deshalb gibt es in der Linzergasse auch nicht jeden Tag dieselben Sorten. Ist eine leergegessen, kommt eine andere in die Vitrine. Dort haben um die 30 Kreationen Platz, produziert wird um ein Vielfaches mehr. "Im März habe ich mir 73 Sorten aufgeschrieben, die ich diesen Sommer durchziehe", erläutert Celal das Konzept. "Manche Kunden wollen alle Sorten durchprobieren, aber das hat noch niemand geschafft", lacht der Eis-Experte. Besonders beliebt sind die Meisterkreationen "Cheesecake Royal" und "Hazelnut Dream" sowie die Sorte "Salzburger Nockerl", die Celal extra für die Eröffnung kreiert hat.

Celal Karaarslan, Eis, Alpz Cafe Celal Karaarslan/Gelato Festival

Notsituation bringt Karaarslans zum Eis

Mehr als 200 Sorten hat er mittlerweile aufgeschrieben – viele davon sind Geheimrezepte von alten italienischen Eismachern, die er weiterentwickelt hat. "Es gibt keinen Beruf, wo man so viel von der eigenen Persönlichkeit mit reinbringen kann, wie beim Eismachen", beschreibt er seine Leidenschaft. Zum Eis kam er jedoch erst durch eine Notsituation: Das Paar hatte zuvor viel Geld in seine Apartments investiert, die sie vermieten. Als dann keine Genehmigung für das Kaffeehaus mit Bar ausgestellt wurde, sahen sie sich in Zell am See um: Niemand machte Eis. "Eine Marktlücke", meint Kirsten augenzwinkernd.

"Wir sehen unsere Zukunft in Salzburg"

Durch das Coronavirus ist ein Teil der Hauptsaison der Eisverkäufer – März, April, Mai – teilweise komplett ausgefallen. Das Ehepaar Karaarslan ist dennoch positiv gestimmt. "Wir stehen beide täglich bis zu zwölf Stunden im Geschäft, es gibt viel Arbeit. Dafür bekommen wir von den Salzburgern auch viel Lob. Ich denke, wir können hier gut Fuß fassen", ist sich Celal sicher. Das Café in Zell am See führt mittlerweile jemand anderes, nur das Eis kommt noch von den Karaarslans. "Wir sehen unsere Zukunft hier in Salzburg", sagen sie unisono.

(Quelle: SALZBURG24)

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