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Erstkommunion in Grödig an Christi Himmelfahrt

Petrus hatte am Donnerstag zu Christi Himmelfahrt mit dem Wetter ein freundliches Einsehen.

Die Kommunionskinder marschierten am Vormittag gemeinsam mit dem Ortspfarrer Petrus Eder zur Erstkommunion in die Grödiger Kirche zum feierlichen Gottesdienst ein. Begleitet wurden die Kinder, die sich für diesen Festtag ihr schönstes Gewand angezogen haben, nicht nur von ihren Eltern, sondern auch von der Grödiger Marktmusikkapelle. Da der Andrang heuer zu Christi Himmelfahrt so groß war, musste die Polizei die Ortsdurchfahrt Grödig für die Prozession vorübergehend sperren. Rund 20 Kinder erhielten in der Ortskirche dann zum ersten Mal die heilige Kommunion.

Christi Himmelfahrt immer am 40.Tag nach Ostern

Das zeitlich bewegliche Fest Christi Himmelfahrt orientiert sich am Termin des Osterfestes. Das Datum wechselt von Jahr zu Jahr, aber der 40. Tag nach Ostern ist stets ein Donnerstag. Der frühestmögliche Termin ist der 30. April, der spätestmögliche der 3. Juni. In der Pfingstnovene, den neun Tagen von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten, wird um die "Herabkunft des Heiligen Geistes" gebetet. Daher wurde dieser Woche 1972 von der Österreichischen Bischofskonferenz das Thema "Geist und Wahrheit" gewidmet und der Sonntag vor Pfingsten als "Welttag der sozialen Kommunikationsmittel" propagiert. Die unterschiedlichen Termine bei römischen wie griechischen beziehungsweise byzantinischen Christen ergeben sich - wie auch beim Ostersonntag - aus den Differenzen zwischen dem julianischen und dem gregorianischen Kalender. Die römisch-katholische, die orthodoxen und die anglikanischen Kirchen feiern den Tag als Hochfest, das wichtige Glaubensinhalte in Erinnerung ruft. Die koptische Kirche feiert den Gedenktag jährlich am 3. Mai, die liturgische Feier aber 40 Tage nach Ostern. Christi Himmelfahrt ist in Österreich ein gesetzlicher Feiertag im Sinne des Arbeitsruhegesetzes. 

Die Bedeutung von Christi Himmelfahrt

Im Neuen Testament wird in der Apostelgeschichte wie im Lukasevangelium berichtet, dass Jesus 40 Tage nach seinem Tod seinen Anhängern Beweise seines Lebens gab. Am 40. Tag fuhr er vor ihren Augen in den Himmel auf, daher heißt der Tag im Volksmund auch "Auffahrtstag". "Christi Himmelfahrt" beziehungsweise "Christi Erhöhung" ist der Gedächtnistag des endgültigen Eintritts der menschlichen Natur Jesu in die göttliche Herrlichkeit. Ursprünglich war das Gedenken an die Erhöhung mit der Osterfeier, dann mit dem Pfingstfest (50 Tage nach Ostern) verbunden. An diese ursprüngliche Verbindung mit der Auferstehungsfeier erinnert die dritte Strophe des beliebten bayerisch-österreichischen Osterliedes "Der Heiland ist erstanden" mit der Textzeile "Der Sieger führt die Scharen, in seines Vaters Reich empor ". Nach dem Ersten Konzil von Nizäa um 370 setzte sich der eigenständige Termin durch und wurde so zu einer Freudenzeit im Gegensatz zur 40-tägigen Fastenzeit. Der Glaube an Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi gehört zu den zentralen Glaubensinhalten der Christen und ist seit 325 (Vorläufer) beziehungsweise seit 381 im Glaubensbekenntnis von Nizäa enthalten.
(Quelle: S24)

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