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Essen in den Öffis: So ist die Situation in Salzburg

Stark riechende Speisen sind in der Wiener U-Bahn ab 1. September verboten. APA/Herbert Neubauer
Stark riechende Speisen sind in der Wiener U-Bahn ab 1. September verboten.

Mit dem Verbot gewisser Speisen wie Kebab oder Leberkässemmel geht die Stadt Wien nun gegen Geruchsbelästigung in den U-Bahnen vor. In Salzburg gibt es derartige Überlegungen derzeit nicht, die Verkehrsanbieter setzen überwiegend auf gegenseitige Rücksichtnahme.

Gründe für das Vorgehen in Wien sind laut Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) der Wunsch der Fahrgäste und ein erhöhter Reinigungsaufwand. In Salzburg verfolgen die Anbieter einen Ansatz der gegenseitigen Rücksichtnahme: "Die jeweiligen Verkehrsunternehmen regeln das für sich selbst. Speisen und Trinken ist grundsätzlich möglich, die klassischen Snacks wie Leberkässemmel oder Kebab sind allerdings nicht erwünscht", so Johannes Gfrerer, Pressesprecher vom Salzburger Verkehrsverbund im Gespräch mit SALZBURG24.

"Fairplay"-Kampagne der ÖBB

Ähnlich ist die Situation bei den ÖBB. Pressesprecher Robert Mosser gab gegenüber S24 an, dass hier bereits im Juni eine "Fairplay"-Kampagne zu einem rücksichtsvollen Miteinander in Nah- und Regionalverkehrszügen gestartet wurde. Dazu wurden Info-Blätter – ähnlich jenem im Flugzeug – an den Sitzplätzen verteilt. Dabei wird unter anderem darauf hingewiesen, dass auf lautes Telefonieren oder Musikhören sowie auf das Verzehren geruchsintensiver Speisen verzichtet werden sollte.

Essen und Trinken im Obus nicht gestattet

In den Salzburger Obussen ist Essen und Trinken seit geraumer Zeit nicht gestattet. Die Fahrgäste kennen die Regeln und halten sich auch daran, eine Situation wie in Wien sieht Daniela Kinz, Pressesprecherin der Salzburg AG, im S24-Gespräch nicht: "Die Bestimmungen sind in den Beförderungsbedingungen geregelt. Unsere Obus-Lenker erhalten dazu auch entsprechende Schulungen, um im Bedarfsfall mit dem nötigen Fingerspitzengefühl heranzugehen."

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Schluss: Ein letztes Mal Döner Essen

In Wien will man bevor das Verbot in Kraft tritt noch ein letztes Mal gemeinsam Döner und Pizza in der U-Bahn genießen. Auf Facebook haben sich zur Veranstaltung "Das letzte Mal Falafel/Döner essen in der U6" bis Dienstagmittag knapp 1.000 Teilnehmer gemeldet, mehr als 6.000 weitere sind daran interessiert. Das "letzte Abendmahl" soll demnach am 31. August in der U6 über die Bühne gehen, in Wien tritt das Verbot mit 1. September in Kraft. Anfangs soll nur abgemahnt, nicht gestraft werden.

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