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Ex-Pascha Chef vor Gericht

Walter Friesacher steht am Mittwoch vor Gericht. Neumayr
Walter Friesacher steht am Mittwoch vor Gericht.

Vor Gericht in der Stadt Salzburg steht am Mittwoch Walter Friesacher, ehemaliger Betreiber des Bordells "Pascha". Er muss sich wegen Abgabenhinterziehung an mehreren Pascha-Standorten verantworten, teilte der ORF Salzburg mit. 

Im August 2015 meldete Walter Friesacher, langjähriger Betreiber der "Pascha-Clubhotels" in Salzburg, Linz und Graz, Privatkonkurs an. Einfluss hatte der Konkurs auf die Etablissements keinen, sie wurden bereits im Juni 2015 an ihren neuen Pächter Hermann Müller übergeben.

Steuernachforderungen trieben Friesacher in Konkurs

Als Grund für den Konkurs nannte Friesacher im Gespräch mit der APA damals Steuernachforderungen, die überraschend eingetrudelt seien. “Die Schulden bei den Lieferanten sind zu 95 Prozent bezahlt”, sagte Friesacher. “Die großen Forderungen kommen hauptsächlich von der Gebietskrankenkasse und dem Finanzamt.” Alleine der Fiskus habe im Zuge eines Sicherstellungsantrags Forderungen in der Höhe von 2,6 bis 2,8 Millionen geltend gemacht. “Der Betrag wurde mir zwar noch nicht fällig gestellt, aber ich bin handlungsunfähig. Meine Konten wurden gesperrt”, sagte Friesacher.

30.000 Euro Sozialversicherungsbeiträge ausständig

Der ORF Salzburg berichtet, dass 2014 und 2015 keine Sozialversicherungsbeiträge für alle drei Standorte einbezahlt wurden. 30.000 Euro soll der Ex-Bordellbetreiber schuldig sein. Bis zu drei Jahre Haft und eine zusätzliche Geldstrafe drohen Friesacher im Fall eines Schuldspruches.

Müller wegen Steuerhinterziehung gesucht

Doch nicht nur Friesacher hat Probleme mit der Justiz, auch der nachfolgende Pächter Müller erregte zuerst mit einer Gratis-Aktion großes Aufsehen und wurde im Mai 2016 wegen Steuerhinterziehung mittels europäischem Haftbefehl gesucht.

 

(Quelle: S24)

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