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Ex-Soldat schmuggelte 1.800 Stangen Zigaretten: 50.000 Euro Geldstrafe

1.800 Stangen Zigaretten soll ein ehemaliger Salzburger Soldat vom Kosovo nach Österreich geschmuggelt haben. Der 43-Jährige stand am Dienstag vor Gericht. Das Urteil: Eine Geldstrafe in der Höhe von 50.000 Euro.

Ein ehemaliger Salzburger Soldat muss sich am Dienstag, vor einem Salzburger Strafrichter wegen gewerbsmäßigen Schmuggels nach dem Finanzstrafgesetz verantworten. Der 43-jährige Soldat habe während seiner Stationierung im Kosovo und in Bosnien 1.887 Stangen Zigaretten mittels Feldpost der deutschen Bundeswehr und dem Express-Dienst "DHL" zu seiner Schwester nach Salzburg geschickt, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor. "Den Inhalt deklarierte er als Bekleidung, Schuhe, Whiskey und Rucksäcke." Dem Finanzamt sei durch entgangene Zollgebühren und Tabaksteuern ein Schaden von 61.844 Euro entstanden.  

Zigaretten bei Hausdurchsuchung gefunden

Als Tatzeitraum wurde Mai 2008 bis September 2009 angegeben. In mindestens zwölf Lieferungen soll der bisher unbescholtene Mann die Zigaretten in die Heimat verfrachtet haben. Der Beschuldigte zeigte sich im Vorverfahren zum Teil geständig. Er bekannte sich zum Schmuggel von 1.200 Stangen - diese Menge ist bei einer Hausdurchsuchung auch beschlagnahmt worden.  

Zigaretten per Post geschickt

Briefträger in Salzburg sprachen von einer Vielzahl von Paketen, die sie zugestellt hätten. Er habe aber nicht nur verschiedene Marken von Zigaretten, sondern tatsächlich auch Sportbekleidung und Körperpflegeprodukte nach Salzburg geschickt, rechtfertigte sich der 43-Jährige. Er wurde nach Auffliegen der Causa aus dem Heeresdienst entlassen. Das Militär zog ihm zudem 1.483 Euro als Geldstrafe vom Gehalt ab.  

Schmuggel von Zigaretten: 50.000 Euro Geldstrafe

Der Beschuldigte ist am späten Dienstagnachmittag zu einer teilbedingten, gerichtlichen Geldstrafe in der Höhe von 50.000 Euro verurteilt worden. Davon wurden 25.000 Euro unbedingt ausgesprochen, das heißt, der Salzburger muss diesen Betrag auch bezahlen. Zudem verhängte Richter Andreas Posch noch eine gänzlich bedingte "Wert-Ersatzstrafe" von 25.000 Euro. Von einer Freiheitsstrafe sah der Richter ab. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Verteidiger Markus Warga gaben keine Erklärung ab. Der ehemalige Soldat der internationalen Schutzgruppe KFOR hatte sich zum Teil geständig gezeigt. (APA)
(Quelle: S24)

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