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Explosion bei "Fireline" in Salzburger Lokal: Geldbuße verhängt

Wer nun den 80-prozentigen Rum auf der Bar des Lokals am Rudolfskai in der Stadt Salzburg entzündet hat, ist nach wie vor nicht geklärt. Neumayr/MMV
Wer nun den 80-prozentigen Rum auf der Bar des Lokals am Rudolfskai in der Stadt Salzburg entzündet hat, ist nach wie vor nicht geklärt.

Knapp zwei Jahre nach Verhandlungsbeginn ist am Mittwoch der Prozess am Landesgericht Salzburg wegen einer Explosion einer Rumflasche beim Legen einer sogenannten "Fireline" auf einer Bar eines Salzburger Lokals beendet worden.

Ein Einzelrichter bot den beiden Angeklagten, dem Geschäftsführer (39) und einem Kellner (34), eine Diversion wegen fahrlässiger Körperverletzung mit einer Geldbuße von jeweils rund 3.000 Euro an. Sieben Gäste hatten an jenem 7. Juli 2010 Verbrennungen erlitten.

Fünf Schwer-, zwei Leichtverletzte nach Explosion

Fünf davon wurden schwer und zwei leicht verletzt. Richter Roland Finster sprach die beiden Beschuldigten vom Vorwurf der fahrlässigen Gemeingefährdung und von einer Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen frei. Staatsanwalt Michael Schindlauer gab dazu keine Erklärung ab. Er sprach sich aber gegen die Diversion aus. Der gewerberechtliche Geschäftsführer (Verteidiger: Rechtsanwalt Kurt Jelinek) und der Barkeeper (Verteidiger: Rechtsanwalt Ägidius Horvatits) nahmen die Diversion an.

Kellner soll „Fireline“ gelegt haben

Wer nun den 80-prozentigen Rum auf der Bar des Lokals am Rudolfskai in der Stadt Salzburg entzündet hat, ist nach wie vor nicht geklärt. Der Kellner hatte das stets bestritten. Auch ein Obergutachten eines Brandsachverständigen kam zu keinem eindeutigen Ergebnis. "Das Beweisverfahren hat ergeben, dass der Kellner die 'Fireline' gelegt hat. Es war aber nicht nachweisbar, dass er sie entzündet hat", erklärte der Richter.

Keine Sicherheitsvorkehrungen für „Fire-Shows“

Der Kellner habe aber sorgfaltswidrig gehandelt, sagte Finster. "Er drehte sich nach Legen der 'Fireline' um und hat diese nicht weiter beobachtet." Dem Geschäftsführer wurde angelastet, dass er keine Sicherheitsvorkehrungen für "Fire-Shows" getroffen habe. Er bekannte sich ebenfalls nicht schuldig und sagte, dass er den Vorfall gar nicht gesehen habe, weil er zu diesem Zeitpunkt gerade bei der Tür draußen gestanden sei.

Geldbuße verhängt

Vier Zeugen hatten im Vorverfahren ausgesagt, dass sehr wohl der Angeklagte den Rum in Brand gesetzt habe, ein anderer wieder will einen anderen Gast dabei gesehen haben. Fünf Gäste erlitten Verbrennungen zweiten und dritten Grades. Zusprüche an Privatbeteiligte sind am Mittwoch nicht erfolgt. "Es hat im Vorfeld Vergleiche mit den Versicherungen gegeben", sagte Gerichtssprecherin Bettina Maxones-Kurkowski. Die Beschuldigten hätten nun 14 Tage Zeit, die Geldbuße zu bezahlen. "Dann gibt es einen Einstellungsbeschluss. Dieser kann dann vom Staatsanwalt bekämpft werden." Die Geldbuße setze sich aus 2.070 Euro für den Geschäftsführer und aus 2.040 Euro für den Kellner plus jeweils 1.000 Euro Verfahrenskosten zusammen. (APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.10.2019 um 10:51 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/explosion-bei-fireline-in-salzburger-lokal-geldbusse-verhaengt-42678379

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