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Felsbrocken stürzen vom Mönchsberg auf Gstättengasse

Berufsfeuerwehrmänner mit einem der Felsbrocken in der Gstättengasse Stadt Salzburg / Johannes Killer
Berufsfeuerwehrmänner mit einem der Felsbrocken in der Gstättengasse

Am Mönchsberg in der Stadt Salzburg hat sich am Donnerstag gegen 13.50 Uhr altes Mauerwerk gelöst und ist über die Felswand direkt in die Gstättengasse abgestürzt. Zwei etwa zuckermelonengroße Betonbrocken prallten im Bereich der "Humboldt Stubn" auf den Gehsteig und die Straße. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, auch Informationen über Sachschäden lagen zunächst noch nicht vor.

Wie Michael Haybäck, der Leiter des Amts für Öffentliche Ordnung der APA mitteilte, haben Augenzugen den Absturz beobachtet und die Einsatzkräfte alarmiert. "Die Straße ist sofort gesperrt worden. Wir haben die Ursache für den Sturz dann rasch gefunden. Möglicherweise haben Frostbruch, Wind und Starkregen Teile einer historischen Mauersubstanz im Bereich der Aussichtsplattform des Museums der Moderne gelöst." Dort gebe es zwar Fangbretter aus Holz, die zwei Brocken dürften aber über die Sperren gerollt sein.

Bergputzer säubern die Abbruchstelle an der Mönchsbergwand.Stadt Salzburg / Johannes Killer Salzburg24
Bergputzer säubern die Abbruchstelle an der Mönchsbergwand.Stadt Salzburg / Johannes Killer

Gefahr in Gstättengasse schnell gebannt

"Die Bergputzer haben rasch die losen Teile entfernt und die Absturzstelle mit Planken und Schaltafeln abgesichert." Die Gefahr sei rasch gebannt gewesen. Laut Haybäck wurde die Straße gegen 14.45 Uhr wieder freigegeben. Wie ein Feuerwehrmann zur APA sagte, müsse noch überprüft werden, ob durch die Felsbrocken bei einem der Häuser in der Gasse das Dach beschädigt wurde. Außerdem dürfte die Baubehörde demnächst wohl einen Sanierungsauftrag für die Mauer erteilen.

Verheerender Felssturz 1669

Seit einem verheerenden Felssturz am 16. Juli 1669, der 230 Menschenleben forderte, werden die Felsen der inneren Stadtberge in Salzburg regelmäßig von losen Steinen und Strauchwerk befreit. Im 19. Jahrhundert bürgerte sich für die Arbeiter der heutige Name des "Bergputzers" ein. Die Westflanke des Mönchsbergs zwischen dem Neutor und dem Klausentor gilt als besonders brüchig, weil sie stark mit Klüften durchsetzt ist. Seit 1870 ist der Magistrat Salzburg allein für die Betreuung der Stadtbergfelsen zuständig.

(APA)

(Quelle: S24)

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