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Festspielbezirk: Neugestaltung 2013 fertig

Mit der Rückkehr der restaurierten Plastik des "Wilden Mannes" auf den gleichnamigen Brunnen am Salzburger Max-Reinhardt-Platz ist am Donnerstag der erste Schritt zur Fertigstellung des Altstadtplatzes im Festspielbezirk erfolgt.

Nach der Festspielsaison wird mit dem Unterbau für die Aufbringung des gelben Designer-Asphaltes begonnen, der im Zuge eines Wettbewerbs seit langem geplant war und derzeit die Hofstallgasse im Festspielbezirk bekleidet. Der Splittmastix-Belag wird im Frühjahr 2013 aufgebracht. Die Baukosten betragen 1, 6 Mio. Euro, erklärte Baustadträtin Claudia Schmidt (V) am Donnerstag.

Umstrittener Designer-Asphalt

Das Konzept der Architekten von "Oneroom" zur Neugestaltung des Festspielbezirkes wurde bereits 2003 zum Siegerprojekt erklärt. Im Jahr 2006 brachte die Stadt schließlich den "goldenen", 900.000 Euro teuren Designer-Asphalt auf einer 2.200 Quadratmeter großen Fläche in der Hofstallgasse auf. Wegen zahlreicher Reifenspuren hatte er aufgrund eines Materialfehlers seine Strahlkraft verloren, 2010 wurde er schließlich auf Herstellerkosten komplett erneuert.

Festspielbezirk 2013 fertiggestellt

Nun wird der Belag für die "Flaniermeile" wie geplant über den Max-Reinhardt-Platz auf einer Fläche von 3.200 Quadratmetern gezogen. Zur Eröffnung der Sommerfestspiele 2013 soll der Platz in neuem Glanz erstrahlen. Die Bauarbeiten beginnen im September und werden nach der Frostperiode fortgesetzt. Statt Lichtbänder wie in der Hofstallgasse werden widerstandsfähigere und wasserdichte Edelstahlbänder eingearbeitet. Der angrenzende Furtwänglerpark wurde bereits 2008 neu gestaltet.

Der "Wilde Mann" ist zurückgekehrt

Die Kosten der Sanierung des "Wilder-Mann-Brunnens", der im Jahr 1620 von den Bürgern der Stadt errichtet wurde, belaufen sich auf rund 100.000 Euro, 35.000 Euro davon bezahlt das Bundesdenkmalamt, den Rest die Stadt. Der Brunnen stand bereits an mehreren Orten der Stadt, die überlebensgroße Kupferblechstatue des Wilden Mannes hat durch unsachgemäße Montagen und Reparaturen gelitten. Die Statue in neuen Glanz zubringen, war für Metallrestaurateurin Elisabeth Krebs "eine große Herausforderung", wie sie betonte. Viele auf dem Körper haftende, grünen Blätter - sie stellen seine Schuppen dar - waren abgeknickt. Seine Füße waren platt gedrückt, drei verlorenen Zehen mussten ersetzt werden. Versprödete Kittungen, offene Fugen und die dadurch beschleunigte Korrosion haben den Verfall des "Wilden Mannes", der mit seinem Treibholz-Stab die bösen Geister vertreiben soll, noch beschleunigt. Die Fahrradständer, die bisher die Optik des Brunnens laut Landeskonservator Ronald Gobiet gestört haben, werden am Rande des Platzes in den Bereich des Furtwänglerparkes verlegt. Geplant ist auch noch eine Öffnung des unterirdisch fließenden Almkanals zwischen dem Brunnen und dem Universitätsgebäude. Architekten haben eine trogförmige Öffnung mit Stab und Schale vorgeschlagen. Über den Vorschlag ist man sich noch nicht ganz einig, sagte Gobiet. Die Öffnung, in welcher Form auch immer, soll ebenfalls 2013 umgesetzt sein. Dann ist die jahrelang dauernde Neugestaltung des Festspielbezirkes über die Bühne. "Endlich ein Projekt in Salzburg, das fertiggestellt wird", so Schmidt. (APA)
(Quelle: S24)

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