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Flüchtling bedroht Sicherheitskräfte in der Zeltstadt

Ausschreitung in der Zeltstadt am Gelände der Polizeidirektion. APA
ABD0107_20150526 - SALZBURG - ?STERREICH: Die Salzburger Zeltstadt ist mit 137 belegten Pl?tzen nach dem Pfingswochenende die am meisten genutzte. Die Situation am Dienstag, 26. Mai 2015, in Salzburg. - FOTO: APA/BARBARA GINDL

Ein 28-jähriger Nigerianer dürfte Mittwochabend in der Zeltstadt in der Stadt Salzburg ausgerastet sein. Er bedrohte vier Sicherheitsbeamte und ging mit Sandsack und Gürtel auf die Männer los. 

Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch gegen 22 Uhr. Ein Nigerianer, der derzeit in der Zeltstadt am Gelände der Polizeidirektion in der Salzburger Alpenstraße lebt, dürfte aus noch unbekannten Gründen die Nerven verloren haben und ging mit einem Sandsack und Gürtel bewaffnet auf vier Sicherheitsmitarbeiter los. Die Polizei musste einschreiten. Die Aktion dürfte ein Nachspiel haben. Der 28-Jährige wird wegen gefährlicher Drohung angezeigt, berichtet die Polizei am Donnerstag in einer Aussendung. Verletzt wurde niemand.

Zeltstadt sollte Übergangslösung sein

240 Flüchtlinge leben derzeit in der im Mai errichteten Zeltstadt. Diese war als kurzfristiges Provisorium gedacht. Bis heute hat die Politik jedoch noch keine festen Unterkünfte für die Flüchtlinge gefunden. Aus diesem Grund will die Stadt Salzburg auch die Schwarzenbergkaserne für die Flüchtlinge öffnen und hat eine Online-Petition ins Leben gerufen.

Verteidigungsminister wehrt sich gegen Öffnung

Verteidigungsministers Gerald Klug will von der Kasernenöffnung aber nichts wissen: “Wir haben von Anfang an stets klar gemacht, dass die Schwarzenbergkaserne nicht für Flüchtlinge infrage kommt. Die Kaserne steht nicht leer, sondern befindet sich in militärischem Vollbetrieb”, sagte ein Sprecher Klugs. “Da geht es auch um Sicherheitsfragen, es finden am Gelände auch Waffenübungen statt.” Das einzig infrage kommende Gebäude liege so zentral, dass es nicht sinnvoll abgetrennt werden könne.

Am Donnerstag haben die Flüchtlinge der Zeltstadt in der Alpenstraße eine spontane Demonstration gestartet. Damit wollen sie auf die prekären Bedingungen in der Zeltstadt aufmerksam machen.

(SALZBURG24/APA)

(Quelle: S24)

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