Jetzt Live
Startseite Stadt
Stadt

Flüchtlinge spielen bei Integrations-Fußball-WM in Salzburg mit

Flüchtlinge aus der Zeltstadt in Salzburg haben am Donnerstag ein Team bei der Integrations-Fußball-WM in der Stadt Salzburg gebildet. Den Ehrenanstoß für das Turnier auf dem PSV-Platz übernahmen am Nachmittag Salzburgs Erzbischof Franz Lackner, der 102-jährige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, Marko Feingold, und der türkische Generalkonsul Gürsel Evren.

"So funktioniert Integration", sagte Initiator Erwin Himmelbauer. "Alle kicken für ein besseres Zusammenleben in Österreich. Es geht darum, die Gemeinsamkeiten zu betonen. Dann sind die Unterschiede kein solches Problem mehr." Die Asylwerber aus der Zeltstadt matchten sich mit Politikern aus Salzburg.

Alle Teilnehmer aus Salzburg

Alle 48 Teams des Turniers, das Himmelbauer auch als "ein Gipfeltreffen der Religionen auf dem Fußballplatz" bezeichnete, leben in Salzburg. Die Hobbyfußballer fühlten sich wie Nationalspieler ihres Herkunftslandes, sie stammen beispielsweise aus Serbien, Syrien, Somalia, Afghanistan, Südafrika, Spanien, Brasilien und der Türkei, erklärte Himmelbauer.

Erzbischof Lackner zeigte einmal mehr sein Ballgefühl. / APA/Gindl Salzburg24
Erzbischof Lackner zeigte einmal mehr sein Ballgefühl. / APA/Gindl

Integrations-WM als Vorzeigeprojekt

Die "Casinos Austria Integrationsfußball WM" wurde 2006 gegründet. Mittlerweile nehmen an dieser Kleinfeldserie österreichweit 140 Fußballteams und bis zu 1.800 Spielerinnen und Spieler teil. Die Turniere werden heuer in Wien (14.5.), Linz (14.6.), Innsbruck-Tivoli (25.7.) und Baden (1.8.) ausgetragen. Das Finale ist am 11. Oktober in Salzburg geplant. Die Integrationsfußball-WM erhielt 2011 den Österreichischen Integrations-Sonderpreis und 2014 eine UEFA-Nominierung als "Bestes Breitensportprojekt Europas".

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.11.2019 um 07:31 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/fluechtlinge-spielen-bei-integrations-fussball-wm-in-salzburg-mit-47375380

Kommentare

Mehr zum Thema