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Flugverkehr in Salzburg startet wieder durch

Wirtschaftlich schwere Zeiten für Airport W. A. Mozart

Flughafen Salzburg FMT-Pictures/FM
Der Flugverkehr kommt in Salzburg wieder in Gang (Archivbild).

Flugreisen ins Ausland waren während des Lockdowns kaum möglich. Für den Salzburg Airport bedeutete das wirtschaftlich schwere Zeiten, an einem Tag ohne Flugverkehr macht dieser ein Minus von 150.000 Euro. Mit den Lockerungen nimmt auch der Reiseverkehr wieder Fahrt auf. Ab Juli heben die Flieger in Richtung beliebter Urlaubsziele ab, erklärt Pressesprecher Alexander Klaus im Gespräch mit SALZBURG24.

Salzburg

Geschlossen war der Salzburger Flughafen auch während des Lockdowns nie, betont Klaus. Allerdings blieb der Flugverkehr schlichtweg aus, weswegen die Betriebszeiten ausgesetzt wurden. Mit den Corona-Lockerungen kommt nun auch wieder Bewegung in den Flugverkehr. Seit 6. Juni gibt es wieder eine Verbindung von Salzburg nach Düsseldorf, ab 21. Juni heben Maschinen wieder nach Hamburg ab.

Flieger starten wieder aus Salzburg

Richtig durchgestartet wird am Airport im Juli. „Dann gibt es wieder Verbindungen nach Frankfurt, London, Palma de Mallorca, Istanbul, Tuzla, Luxemburg, Skopje, Bukarest, Belgrad, Nis, Ordu, Kiew und Larnaka“, berichtet Klaus, der zudem weitere Urlaubsdestinationen ankündigt: „Gegen Ende der Woche werden wir weitere Ziele nennen können. So viel sei gesagt: Es werden sicherlich Klassiker wie Italien, Spanien und Griechenland dabei sein“, verrät der Pressesprecher.

 

Corona-Bestimmungen umgesetzt

Durch die Corona-Bestimmungen hat sich auch das Reisen verändert: „Es gibt am Flughafen strengere Hygienemaßnahmen und stärkere Reinigungszyklen, dazu sind die Covid-19-Regeln visualisiert“, berichtet Klaus. Bei den Check-In-Schaltern gibt es einen Spuckschutz, dazu wurden Bodenmarkierungen angebracht. Im Flugzeug selbst wird die Luft mehrmals über ein Filtersystem gesäubert.

Sicher fliegen ✈️ „Durch COVID-19 herrschte im Luftverkehr für eine lange Zeit beinahe Stillstand – jetzt ist es Zeit...

Gepostet von Salzburg Airport - Flughafen Salzburg am Mittwoch, 17. Juni 2020

Mehr Zeit bräuchten Fluggäste dennoch nicht einzuplanen. „Es ist alles gut organisiert. Allerdings empfiehlt es sich, die Einreise- und Ausreisebestimmungen der jeweiligen Länder noch einmal zu checken“, so der Tipp von Klaus.

Preise fallen nicht in den Keller

Wer hofft, dass die Preise für Flugtickets nach Corona im Keller sind, wird enttäuscht: „Einerseits ist die Nachfrage nicht so gegeben, andererseits gibt es aber weniger Kapazitäten als sonst“, erklärt Kathrin Limpel, Pressesprecherin des Touristikkonzerns Tui, auf SALZBURG24-Nachfrage. „Es wird sich also ein bisschen die Waage halten.“

Es werde aber sicherlich Aktionen geben, um einen Buchungsanreiz zu bieten und den Markt wieder etwas anzukurbeln. Dennoch rechnet man auch bei Tui mit Einbußen für den diesjährigen Sommertourismus. „Von Mitte März bis jetzt gab es natürlich kaum Buchungen. Diese Monate fehlen uns jetzt“, berichtet Limpel. Bis sich der Markt erhole, werde es sicherlich ein, zwei Jahre dauern.

Flughafen-Personal in Kurzarbeit

Auch wenn der Flughafenbetrieb wieder Fahrt aufnimmt, rechnet man beim Salzburg Airport nicht damit, dass die Passagiere ihnen die Türen einrennen werden: „2020 ist für jeden in der Branche ein miserables Jahr. Wir können uns glücklich schätzen, wenn wir 2021 wieder einiges zurückbekommen“, erklärt der Pressesprecher. Um Kosten zu sparen, befindet sich das gesamte Personal auf Kurzarbeit, „es ist gut vorstellbar, dass wir in eine zweite Phase gehen“, so Klaus. Sein Stammpersonal wolle der Flughafen auf alle Fälle halten.

150.000 Euro Minus pro Tag

Denn: Die Corona-Krise hat in der Luftfahrt Spuren hinterlassen. So erlitt der weltweite Flugmarkt im April einen Einbruch von mehr als 90 Prozent und kommt auch aktuell nur schleppend wieder in die Gänge. Die Buchungen lägen zur Zeit noch 82 Prozent unter dem Niveau vor einem Jahr, berichtete der Chefökonom des Dachverbands der Fluggesellschaften (IATA), Brian Pearce, am Dienstag in Genf. Der Verband hatte vergangene Woche einen Nettoverlust der Airlines für 2020 von zusammen 84 Milliarden Dollar (74,65 Mrd. Euro) vorausgesagt.

An einem Tag, wo es keine Landung, keinen Start gibt, macht der Flughafen Salzburg ein Minus von 150.000 Euro. „Wir haben derzeit ja eingeschränkten Verkehr, also ist der Verlust ein bisschen geringer. Aber Covid-19 ist für uns nachhaltig spürbar“, betont der Flughafensprecher.

Flughafen kennt Corona-Bilanz erst 2021

Dazu kommt der Verlust der Strecke Salzburg – Wien, der „natürlich wehtut“, so Klaus. Im Gegenzug konnte man aber auch neue Strecken lancieren. Dazu stimme ihn positiv, dass mit Stadt (25 Prozent) und Land Salzburg (75 Prozent) die Eigentümer hinter dem Flughafen stehen.

Wie viel die Corona-Krise den Salzburg Airport in Summe gekostet hat, ist derzeit noch nicht abzusehen. „Wir wissen erst 2021, wie viel uns Covid-19 gekostet hat. Da werden wir die Endabrechnung machen“, erklärt der Pressesprecher.

(Quelle: SALZBURG24)

Ist der Nachtzug eine Reise wert?

Nightjet, Nachtzug APA/ÖBB/WEGSCHEIDER
(ARCHIVBILD)

Der Flugverkehr nimmt zwar schön langsam wieder Fahrt auf, allerdings sind die Verbindungen noch stark eingeschränkt. Als klimafreundliche Reisealternative bringen sich die Nachtzüge in Position. Doch wie entspannt reist man auf Schienen in den Urlaub?

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben 2016 das Nachtzuggeschäft der Deutschen Bahn übernommen. Der Nachtzug werde immer mehr als echte Alternative zum Flugzeug gesehen, ist man bei den ÖBB überzeugt. Die aktuelle Klima-Diskussion spielt da natürlich in die Hände. Im Zuge der AUA-Rettung kündigte die Regierung nun zudem eine Förderung und einen Ausbau des Angebots an. Ab 2024 gibt es dafür jährlich zehn Millionen Euro.

Viele Verbindungen von Salzburg nach Europa

Auch jetzt schon lässt die Liste der möglichen Destinationen ab Salzburg vom nächsten Städtetrip träumen. Sie reicht von Budapest bis Zürich, von Hamburg bis Rom. Steigt man am Abend in der Mozartstadt in den Zug ein, ist man in elf Stunden in der italienischen Hauptstadt oder in bereits sieben Stunden in der Lagunenstadt Venedig.

Nachtzug: Mit dem Komfort steigt auch der Preis

Das günstigste Ticket für die siebenstündige Reise in die kroatische Hauptstadt Zagreb gibt es für unter 38 Euro. Fernbusanbieter Flixbus bietet hier mit 29,99 Euro sogar nochmals drunter. Möchte man die Nacht nicht im Sitz, sondern etwas entspannter  – und vor allem ausgestreckt – in einem Liegewagen zubringen, steigt der Preis des Nachtzuges deutlich auf 199 Euro. Den fünfstündigen Flug mit einem Zwischenstopp nach Zagreb gibt es bei Eurowings bereits ab knapp 135 Euro.

Wäre das was für euch? ????

Gepostet von SALZBURG24 am Dienstag, 9. Juni 2020

Am Luftweg oft schneller – aber nicht immer

Mit dem neuen „Alpen-Sylt-Nachtexpress“ kommt schließlich ab 4. Juli eine ganz neue Schienendestination ab Salzburg dazu. In die Hansestadt Hamburg braucht man mit dem Nachtzug rund zwölf Stunden. Der Preis schlägt auf den ersten Blick mit 399 Euro ordentlich zu Buche. Allerdings gilt dieser für ein ganzes Abteil, also sechs Personen. Pro Fahrgast sind das 66,50 Euro. Mit dem Flugzeug war ab Juni ein Nonstopp-Flug in die Hansestadt angekündigt. Aufgrund der Corona-Krise steht dieser aktuell noch nicht am Flugplan. Derzeit muss man am Luftweg eine sechststündige Reise über Frankfurt am Main in Kauf nehmen.

 

Zugabteil statt Hotelzimmer?

Der Zug kann zwar preislich inzwischen oft mithalten oder den Flug sogar unterbieten. Die deutlich längere Reisezeit schreckt jedoch viele ab. So spricht etwa die zwölfstündige Zugfahrt nach Hamburg nicht wirklich für einen Wochenendtrip. Aber gerade bei Städtereisen liegt doch der Reiz in der kurzen Dauer. Auf der anderen Seite kann man sich durch eine Nachtfahrt eventuell sogar eine Hotelübernachtung sparen. Denn – bleiben wir beim Beispiel Hamburg – die Rückreise startet in diesem Fall um 23.30 Uhr, perfekt nach einem turbulenten Tag in der Stadt. 

 

Kann der Nachtzug im Familienurlaub punkten?

Steht allerdings keine Sightseeing-Tour mit Freunden am Programm, sondern die Familie samt Kleinkindern – und ihrem ganzen Gepäck – soll möglichst gemütlich an den Urlaubsort kommen, macht nicht das Flugzeug, sondern eher das Auto der Bahn Konkurrenz. Denn wo spielt man geübter Taschen-Tetris als im eigenen Kofferraum? Die Entspannung leidet dann allerdings spätestens im Stau auf der Autobahn. Die Kinder werden quengelig, einer – natürlich – nach dem anderen muss aufs Klo. Zwar kann hier die Bahn deutlich punkten, doch die angefahrenen Destinationen klingen nicht wirklich nach einem Familienurlaub am Strand – zumindest derzeit noch nicht. Die angekündigten Investitionen könnten hier eine Trendwende einläuten. Ob dies auch passiert, bleibt abzuwarten.

Aufgerufen am 11.07.2020 um 04:17 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/flugverkehr-in-salzburg-startet-wieder-durch-89004754

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